Lexikon
Iran
Wirtschaft und Verkehr
Das starke Wirtschaftswachstum der 1970er Jahre, das vor allem der Ausweitung der Erdölförderung zu verdanken war, schwächte sich durch die islamische Revolution, den 1. Golfkrieg (1980–1988) und aufgrund der außenpolitischen Isolation ab. Inzwischen weist das Land wieder stabile Konjunkturdaten auf. Die iranische Wirtschaft liegt überwiegend in staatlichen Händen und wird nach Fünfjahresplänen gelenkt.
Die Landwirtschaft ist immer noch die Lebensgrundlage für rund ein Viertel der Bevölkerung, obwohl nur knapp 10% der Landesfläche für den Anbau genutzt werden können, meist mit Hilfe künstlicher Bewässerung. In der fruchtbaren Tiefebene am Kaspischen Meer werden in erster Linie Tee, Reis, Zitrusfrüchte und Baumwolle, im Westen und Nordwesten Getreide, Zuckerrüben, Gemüse, Obst und Ölfrüchte, im Süden auch Zuckerrohr und Datteln angebaut.
Grundlage der iranischen Volkswirtschaft sind die reichen Erdöl- und Erdgasvorkommen am Südwestrand des Sagrosgebirges sowie am und im Persischen Golf. Fossile Rohstoffe und deren Produkte machen etwa 80% des Exportwerts aus. Die reichen Erzlagerstätten (Eisen, Kupfer, Chrom, Blei, Zink, Mangan) sind noch wenig erschlossen. Im Industriesektor haben sich neben der Petrochemie und der Textilindustrie die Baustoff- und Metallindustrie sowie der Maschinenbau entwickelt. Von Bedeutung sind auch die Nahrungsmittelverarbeitung und das traditionelle Handwerk, vor allem die Teppichknüpferei.
Das Eisenbahn- und Straßennetz ist auf die Hauptstadt Teheran ausgerichtet. Nahezu alle größeren Städte sind auf asphaltierten Straßen zu erreichen.
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