Lexikon
Iran
Staat und Politik
Nach der 1979 verabschiedeten Verfassung (1989 revidiert) ist Iran eine Islamische Republik. Der Führer der islamischen Revolution, der von einem religiösen Sachverständigenrat bestimmt wird, ist nominell die höchste Autorität des Landes. Der Staatspräsident wird für vier Jahre vom Volk gewählt (einmalige Wiederwahl möglich). Er ist Regierungschef und Vorsitzender des Nationalen Sicherheitsrates. Die Islamische Beratende Versammlung (Majlis) bildet die Legislative mit 290 Abgeordneten, die ebenfalls für vier Jahre vom Volk gewählt werden. Parteien spielen im Prozess der politischen Willensbildung nur eine geringe Rolle. Das Parlament wird von religiös-konservativen Kräften dominiert. Seine Beschlüsse werden vom Rat der Wächter des Islams auf ihre Vereinbarkeit mit den religiösen Gesetzen überprüft. Die Amtszeit des Wächterrats beträgt 6 Jahre.
Wissenschaft
Mit Hopfen, Flachs und Pilz-Myzel
Die Bauwirtschaft gehört zu den größten Klimasündern. Der Einsatz von nachwachsenden Baustoffen könnte das ändern. von HARTMUT NETZ Dass man mit Hopfen Bier braut, hat Tradition. Dass die krautige Kletterpflanze auch als Baustoff taugt, ist neu. Die zunächst als Scherz gemeinte Idee kam zwei Münchner Studenten beim gemeinsamen...
Wissenschaft
Urprall statt Urknall?
Unser Universum ist aus dem Kollaps eines Weltalls zuvor entstanden, meinen heute viele Kosmologen – und rätseln, wie dieses wohl beschaffen war. von RÜDIGER VAAS Quantenkosmologie ist nichts für schwache Nerven“, meint Edgar Shaghoulian von der University of California in Santa Cruz. „Sie ist der Wilde Westen der Theoretischen...