Lexikon
Jud Süß
- Deutscher Titel: Jud Süß
- Original-Titel: JUD SÜSS
- Land: Deutsches Reich
- Jahr: 1940
- Regie: Veit Harlan
- Drehbuch: Veit Harlan, Eberhard Wolfgang Möller, Ludwig Metzger, nach einer Novelle von Wilhelm Hauff
- Kamera: Bruno Mondi
- Schauspieler: Ferdinand Marian, Heinrich George, Kristina Söderbaum, Werner Krauss, Eugen Klöpfer
In 66 Berliner Kinos läuft mit »Jud Süß« von Veit Harlan der bekannteste antisemitische NS-Propagandaspielfilm an. Die Handlung orientiert sich an einem Roman von Lion Feuchtwanger, dessen Aussage jedoch ins Gegenteil verkehrt ist.
Der Herzog von Württemberg (Heinrich George) ernennt den Frankfurter Juden Isaac Süß-Oppenheimer (Ferdinand Marian) zum Finanzminister. Süß erhöht die Abgaben und öffnet das Land für andere Juden, die sich rücksichtslos bereichern.
Harlans filmische Umsetzung des NS-Rassenwahns gilt als eines der abschreckendsten Beispiele für die psychologische Macht der Leinwand. Ab 1945 ist die Aufführung von »Jud Süß« verboten. Harlan wird wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor Gericht gestellt, aber freigesprochen.
Wissenschaft
Freundschaft unter Affen
Verhaltensforscher interessieren sich sehr für das soziale Miteinander von Affen als nächste Verwandte des Menschen. Gute Bedingungen für ihre Beobachtungen bieten Parks wie der Affenberg Salem in der Nähe des Bodensees, wo halbwilde Berberaffen in natürlicher Umgebung leben. von CHRISTIAN JUNG Affen toben durchs Geäst, es knackt...
Wissenschaft
Reine Kopfsache
Neue neuronale Techniken bauen Brücken zwischen Gehirn und Körper. Querschnittsgelähmte können ihre Arme und Hände wieder nutzen, und Menschen, die nicht mehr in der Lage sind zu sprechen, können wieder kommunizieren. von REINHARD BREUER Bill Kochevar war der erste Gelähmte, der seine Hand allein per Gedanken und Hightech steuern...