Lexikon
Kapitalịsmus
Entstehung
Der Begriff des Kapitalismus wurde Mitte des 19. Jahrhunderts für die Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung geprägt, die sich etwa ab 1500 herausbildete und ab Ende des 18. Jahrhunderts unter Einfluss des Liberalismus und der industriellen Revolution gegen den Merkantilismus durchsetzte, zuerst in England und Frankreich. Der Liberalismus führte zur Befreiung von Produktion und Handel von staatlicher Bevormundung: Zunftzwang, d. h. Knüpfung der Erlaubnis zur Ausübung eines Gewerbes an die Mitgliedschaft in einer berufsständischen Organisation, wurde aufgehoben. So war es prinzipiell jedem freigestellt, ein Gewerbe zu betreiben oder einen Arbeitsvertrag zu schließen (Gewerbefreiheit). Die Warenproduktion wurde in Fabriken zusammengefasst. Das Eigentum an diesen lag, ebenso wie die Organisation der Produktionsprozesse, in der Hand von Kapitalisten, d. h. von Unternehmern, die meist dem wohlhabenden Bürgertum entstammten. Arbeiter, die in den Fabriken die Maschinen bedienten, rekrutierten sich insbesondere aus Besitzlosen, die vom Land in die rasch wachsenden Städte strömten und ihre Arbeitskraft gegen Lohn an Kapitalisten verkauften.
Wissenschaft
Paradoxe Genome
Paradoxon. Ursprünglich entstammt der Begriff dem spätlateinischen Adjektiv „paradoxus“, das damals „unerwartet, überraschend“ meinte. Dass der Begriff des Paradoxons auch in den Naturwissenschaften gern verwendet wird, dürfte kaum verwundern. Schließlich widersprechen dort immer wieder mal neue Resultate ziemlich unerwartet den...
Wissenschaft
»Es ist unklar, ob sich die Automatisierung rechnet«
Wie gut fügen sich unbemannte, ferngesteuerte oder autonom fahrende Binnenschiffe in die Transport- und Hafenlogistik ein? Cyril Alias erläutert die Hürden. Das Gespräch führte TIM SCHRÖDER Herr Alias, unbemannte Schiffe scheinen die perfekte Lösung zu sein, um dem Personalmangel in der Binnenschifffahrt zu begegnen. Ist das die...