Lexikon
Kọngo
Sozialismus und Bürgerkrieg
1963 wurde der erste Staatspräsident Fulbert Youlou gestürzt. In der Folgezeit geriet das Land auf einen sozialistischen Kurs. 1968 brachte ein Putsch marxistisch orientierte Offiziere unter Führung von Marien Ngouabi an die Macht. Sie proklamierten die Volksrepublik Kongo und gründeten die Einheitspartei PCT. 1977 wurde Ngouabi ermordet. Nach Machtkämpfen übernahm 1979 David Sassou-Nguesso die Staats- und Parteiführung. Er leitete zu Beginn der 1990er Jahre eine Demokratisierung ein. Die PCT verzichtete auf ihr Machtmonopol. Die Präsidentschaftswahlen 1992 gewann Pascal Lissouba. Spannungen zwischen Anhängern Sassou-Nguessos und regierungsnahen Kräften entluden sich in blutigen Bürgerkriegswirren, die 1997 zum Sturz Lissoubas und zur erneuten Machtübernahme Sassou-Nguessos führten. 1999 schlossen die Bürgerkriegsparteien ein Friedensabkommen. 2002/03 kam es erneut zu Kämpfen mit rebellierenden Milizen. 2002 und 2009 bestätigte die Bevölkerung Sassou-Nguesso in umstrittenen Wahlen im Präsidentenamt.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Koloniale Herrschaft
- Sozialismus und Bürgerkrieg
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