Lexikon
Kọngo
Wirtschaft und Verkehr
Die wirtschaftliche Entwicklung der Republik Kongo wurde in erheblichem Maße von der Erdölförderung bestimmt. Der zwischenzeitliche Verfall der Preise, Missmanagement in der sozialistisch ausgerichteten Planwirtschaft, eine hohe Staatsverschuldung und der Bürgerkrieg brachten jedoch die anfänglich positive Entwicklung zum Stillstand. Die Mehrheit der unrentablen Staatsbetriebe musste geschlossen werden.
Der Agrarsektor wurde lange Zeit zugunsten der – wenig erfolgreichen – Industrialisierung vernachlässigt. Die Landwirtschaft dient meist der Eigenversorgung und leidet unter der geringen Fruchtbarkeit der Böden sowie veralteten Anbaumethoden, so dass nahezu die Hälfte aller Grundnahrungsmittel importiert werden muss. Einige moderne Großplantagen liefern vor allem Kaffee, Kakao, Palmöl und Tabak für den Export.
Neben Erdöl besitzt Kongo weitere Bodenschätze wie Blei- und Zinkerz, Gold, Diamanten, Bauxit und Phosphate. Die Energieversorgung wird zu 99% durch Wasserkraftwerke sichergestellt. Zu den wichtigen Ressourcen gehören die tropischen Regenwälder, die wertvolle Edelhölzer für den Export liefern. Die Wälder im Norden des Landes sind aufgrund der schlechten Erschließung – Flüsse sind dort die einzigen Verkehrswege – noch weitgehend unberührt. Insgesamt sind etwa 2600 km Wasserwege ganzjährig schiffbar. Einziger Seehafen ist Pointe-Noire, das durch eine Eisenbahnstrecke mit Brazzaville verbunden ist.
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