Lexikon
Muschg
Adolf, schweizerischer Schriftsteller, * 13. 5. 1934 Zollikon, Zürich; 1970–1999 Professor für deutsche Literatur an der ETH Zürich, 2003–2005 Präsident der Akademie der Künste in Berlin; zunächst ironisch-parodistischen Zeitromane; im Weiteren Romane, die vor allem Schuld, Verblendung und Resignation thematisieren: „Im Sommer des Hasen“ 1965; „Gegenzauber“ 1967; „Albissers Grund“ 1974; „Der Rote Ritter“ 1993; „ Eikan, du bist spät“ 2005; Erzählungen: „Fremdkörper“ 1968; „Liebesgeschichten“ 1972; „Leib und Leben“ 1981; „Der Turmhahn“ 1987; Dramen: „Rumpelstilz“ 1968; „Watussi“ 1977; auch Hör- und Fernsehspiele; 1994 Georg-Büchner-Preis.
- Erscheinungsjahr: 1967
- Veröffentlicht: Schweiz
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Gegenzauber
- Genre: Roman
Während Adolf Muschg (* 1934) den Schauplatz seines ersten Romans »Im Sommer des Hasen« (1965) in das exotische Japan verlegte, ein Novum bei den schweizerischen Prosaschriftstellern der Generation nach Max Frisch, bleibt er mit seinem bei Suhrkamp in Frankfurt am Main erschienenen Roman »Gegenzauber« im Lande, setzt sich mit der Realität „Schweiz“ auseinander und analysiert zeitbezogen Modeerscheinungen. Eine Gruppe Intellektueller und Künstler setzt in einem Haus eigene Vorstellungen (»Gegenzauber«) von der Studentenrevolution in die Tat um, ihr Engagement schlägt jedoch in Desengagement um: »Wir sind anders, sagte Tobias. Wir wollen doch nicht die Welt verändern. – Sondern ? fragte Bitz gereizt. – Unsern Frieden, sagte Tobias.«
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