Lexikon
Nürnberg
Nürnberg: Stadtwappen
Stadtwappen
© wissenmedia
Trotz starker Zerstörungen im 2. Weltkrieg konnte das mittelalterliche Bild der Altstadt wiederhergestellt werden; Burg (12.–16. Jahrhundert), Sebalduskirche (1225–1273) mit Sebaldusgrab von P. Vischer, Lorenzkirche (13.–15. Jahrhundert) mit spätgotischem Hallenchor (15. Jahrhundert), Kruzifix und Engelsgruß von V. Stoß und Sakramentshaus von A. Kraft, Egidienkirche (1711–1718), Frauenkirche (14. Jahrhundert), Albrecht-Dürer-Haus (15. Jahrhundert); Meistersingerhalle (1963).
Nürnberg: Altstadt
Nürnberg: Altstadt
Die Altstadt von Nürnberg; der Platz beim Tiergärtnertor mit dem Pilatushaus und der Kaiserburg.
© mev, Augsburg
Nürnberg ist ein bedeutendes Dienstleistungszentrum und Standort einer breit gefächerten Industrie: Maschinenbau, elektrotechnische Industrie, Herstellung von optischen Geräten, Bürobedarf, Spielwaren u. a.; Banken und Versicherungen; Informationstechnologie; Brauerei; Binnenhafen am Rhein-Main-Donau-Kanal, Flughafen. Alljährlich finden in Nürnberg die Internationale Spielwarenmesse und der Christkindlmarkt (seit 1600) statt.
Geschichte
Erstmalig 1050 in einer Kaiserurkunde erwähnt. Burggrafen waren seit 1192 die Hohenzollern; 1219–1806 war Nürnberg reichsfreie Stadt. Um 1500 erreichte es seinen wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Höhepunkt. Dort lebten berühmte Künstler (V. Stoß, A. Kraft, P. Vischer, A. Dürer, H. Sachs). Der Dreißigjährige Krieg und die Verlagerung der Handelsstraßen ließen Nürnbergs Bedeutung sinken; 1806 übernahm der bayerische Staat die Stadt. 1835 wurde von Nürnberg nach Fürth die erste deutsche Eisenbahn gebaut. 1933–1938 war Nürnberg Schauplatz der Reichsparteitage der NSDAP, 1945–1949 der Nürnberger Prozesse.
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