Lexikon
Pakistan
Bevölkerung
Neben den mehrheitlich indoarischen Pakistanern (50% Pandschabi, 15% Sindhi) gibt es iranische (Belutschen, Paschtunen), bengalische und dravidische Volksgruppen mit jeweils eigenen Sprachen. Über 95% der Bevölkerung sind Muslime, die meisten Sunniten; Hindus und Christen bilden kleine Minderheiten. Der Islam ist Staatsreligion. Zwei Drittel der Pakistaner leben auf dem Land, rund 80% in den Bewässerungsgebieten des Tieflandes. Die Städte und ihre Elendsviertel wachsen rasch durch den Zuzug der Landbevölkerung. Viele Pakistaner versuchen auch durch Auswanderung der Armut zu entkommen.
Seit der Staatsgründung 1947 hat sich die Bevölkerung von 30 Mio. auf 158 Mio. mehr als verfünffacht. Neben dem natürlichen Bevölkerungswachstum sind dafür starke Flüchtlingsströme von Muslimen aus Indien sowie von Kriegsflüchtlingen aus Afghanistan verantwortlich. Die staatliche Familienplanung zeigte nicht den erwünschten Erfolg, Kinder gelten immer noch als beste Altersabsicherung. Etwa drei Viertel der Bevölkerung haben keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser; die Säuglingssterblichkeit ist auch für asiatische Verhältnisse hoch.
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