Lexikon
Schreck
Pavorheftige Gemütsbewegung auf instinktiv-reflektorischer Grundlage, bei drohenden Gefahren. Man unterscheidet den Zustand plötzlicher Erstarrung (Schreckstarre, Schrecklähmung), der zur Ohnmacht, zu Schreckaphasien (das ist Sprachverlust durch Schreck) oder sogar zum Tod führen kann, von dem danach einsetzenden Schrecksyndrom mit vorherrschenden Reflexbewegungen (Krämpfen) und Fluchtreaktionen. Dauern die Symptome an (Störungen des Blut- und Nervensystems, Zittern, Entleerungen), so spricht man von Schreckneurose; diese hat zumeist weiter zurückliegende Ursachen. – Schrecksekunde, die von dem Schreckreiz bis zur steuernden Gegenbewegung verstreichende Zeit; sie ist u. a. von der Art des Schreckreizes, von der auszuführenden Reaktion, vom derzeitigen Leistungsvermögen, von Aufmerksamkeit, Erschöpfung und Übung abhängig und auch individuell verschieden, variiert zwischen 0,6 und 1,2 s. – Pavornocturnus, nächtliches Aufschrecken der Kinder.
Wissenschaft
Reine Kopfsache
Neue neuronale Techniken bauen Brücken zwischen Gehirn und Körper. Querschnittsgelähmte können ihre Arme und Hände wieder nutzen, und Menschen, die nicht mehr in der Lage sind zu sprechen, können wieder kommunizieren. von REINHARD BREUER Bill Kochevar war der erste Gelähmte, der seine Hand allein per Gedanken und Hightech steuern...
Wissenschaft
Fliegen im Magnetfeld
Wenn sich die Schwärme von Zugvögeln im Herbst auf den Weg zu ihren Winterquartieren machen, nutzen sie zur Orientierung einen inneren Kompass, der als Magnetsinn zu operieren scheint. Die Vögel verfügen über Magnetfeld-Rezeptoren, mit deren Hilfe sie den Neigungswinkel des Erdmagnetfeldes wahrnehmen können. Rotkehlchen haben...
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