Lexikon
Schreck
Pavorheftige Gemütsbewegung auf instinktiv-reflektorischer Grundlage, bei drohenden Gefahren. Man unterscheidet den Zustand plötzlicher Erstarrung (Schreckstarre, Schrecklähmung), der zur Ohnmacht, zu Schreckaphasien (das ist Sprachverlust durch Schreck) oder sogar zum Tod führen kann, von dem danach einsetzenden Schrecksyndrom mit vorherrschenden Reflexbewegungen (Krämpfen) und Fluchtreaktionen. Dauern die Symptome an (Störungen des Blut- und Nervensystems, Zittern, Entleerungen), so spricht man von Schreckneurose; diese hat zumeist weiter zurückliegende Ursachen. – Schrecksekunde, die von dem Schreckreiz bis zur steuernden Gegenbewegung verstreichende Zeit; sie ist u. a. von der Art des Schreckreizes, von der auszuführenden Reaktion, vom derzeitigen Leistungsvermögen, von Aufmerksamkeit, Erschöpfung und Übung abhängig und auch individuell verschieden, variiert zwischen 0,6 und 1,2 s. – Pavornocturnus, nächtliches Aufschrecken der Kinder.
Wissenschaft
Spurensuche aus der Luft
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Wissenschaft
Das Orchester unseres Körpers
Hormone haben einen maßgeblichen Einfluss auf unser Leben – von der Fortpflanzung bis zum Stoffwechsel. Doch ihr sensibles Gleichgewicht ist fragil. Ein Blick in die Welt der molekularen Meisterwerke und ihrer Erforschung. von SIGRID MÄRZ Als Louise Joy Brown am 25. Juli 1978 im englischen Oldham das Licht der Welt erblickte, war...