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LEXIKON

Tisch

Möbel aus tragendem Untergestell und horizontaler Platte, seit der Antike als luxuriöser, reich verzierter Bestandteil der Wohnungseinrichtung oder in schlichterer, dem reinen Gebrauchszweck entsprechender Form verbreitet. Anders als in der griechisch-römischen Antike, aus der kleine dreibeinige Rundtische mit Marmorplatten und Bronzezierrat erhalten sind, war in frühmittelalterlicher Zeit, aber auch in Gotik und Renaissance der gebräuchlichste Tischtyp der auf Böcken ruhende reckteckige Tisch (Bocktisch), dessen Teile man nach den Mahlzeiten beiseite räumte („die Tafel aufheben“). Beim Rundtisch der Renaissance erhielt die Mittelstütze oft die Form einer Säule. Im Barock waren neben dem schweren ausziehbaren Esstisch mit Kugelfüßen viele weitere Tischformen verbreitet, u. a. der besonders in Frankreich beliebte Konsoltisch und der Schreibtisch, der, nachdem er ursprünglich lang gestreckt gewesen war, im Lauf des 18. Jahrhunderts zierlichere Maße bekam. Im 20. Jahrhundert setzten sich einfache viereckige oder runde Tischformen in Holz, Metall oder Glas durch.
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