Lexikon

Turrịni

Peter, österreichischer Schriftsteller, * 26. 9. 1944 St. Margarethen, Kärnten; entlarvt in gesellschaftskritischen Voksstücken die Brutalität der modernen Gesellschaft: „Zero Zero“ 1971; „Kindsmord“ 1973; „Die Alpensaga“ 1980; „Tod und Teufel“ 1990; „Grillparzer im Pornoladen“ 1993; „Die Schlacht um Wien“ 1995; „Bei Einbruch der Dunkelheit“ 2005; auch Gedichte.
  • Erscheinungsjahr: 1995
  • Veröffentlicht: Österreich
  • Verfasser: Turrini, Peter
  • Deutscher Titel: Die Schlacht um Wien
  • Genre: Theaterstück
Acht Personen sitzen beim Picknick in einem Wald bei Wien zusammen und planen, ein nahe gelegenes Flüchtlingslager in Brand zu stecken. Die unterschiedlichsten Motive leiten sie: Der Theaterdirektor will jenseits der Bühnenwirklichkeit etwas erleben, der Reporter will endlich einmal einen Aufmacher landen, andere, wie ein Eier-Importeur-Ehepaar, fühlen sich durch Profitinteressen oder blanken Fremdenhass zur Tat getrieben. Und der liebe Gott, als alter Mann auf der Bühne anwesend, schaut dem bösen Treiben zu. Zur geplanten Gewalttat kommt es jedoch nicht, die Aggression der »Mörder«-Gruppe schlägt in Auto-Aggression um, die – beabsichtigten oder auch nur unterlaufenen – Selbsttötungen häufen sich. Das Stück »Die Schlacht um Wien«, am 13. Mai von Intendant Claus Peymann im Wiener Burgtheater zur Uraufführung gebracht, bietet nach dem Urteil der Kritik eine Mischung aus Brachialtheater und Sozialkitsch, wie sie der Dramatiker Peter Turrini den Theaterbesuchern schon wiederholt zugemutet hat.
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