Lexikon
Wissenschaft
[griechisch epistéme, lateinisch scientia]
ursprünglich das systematische Ganze der Erkenntnis (Philosophie des Altertums und des Mittelalters). Mit der Ausbildung der neuzeitlichen Naturwissenschaften begann die Auflösung des universalen Wissenschaftsbegriffs zugunsten stärkerer Betonung der Einzelwissenschaften. Zugleich wurde die mathematisch-naturwissenschaftliche Methode Vorbild aller Wissenschaftlichkeit, der gegenüber im ausgehenden 19. Jahrhundert die Geisteswissenschaften die in ihrem Wesen liegende, andersartige Methodik geltend machten. Wissenschaftlichkeit heißt Methodik, Vorurteilsfreiheit, Wertfreiheit, Verifizierbarkeit und Verifikation jeder Aussage, Möglichkeit der Kritik sowie Intersubjektivität. – Wissenschaft wird ferner im weiteren Sinne die Gesamtheit des wissenschaftlichen Betriebs (Institutionen u. a.), im engeren Sinne die Gesamtheit der gewonnenen Resultate genannt. – Die Gliederung des „Systems der Wissenschaft“ stellt eine Idealwissenschaft wie die Mathematik den Realwissenschaften gegenüber. Diese zerfallen in Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften; als Unterscheidungsmerkmale werden angegeben: Erklären gegen Verstehen (W. Dilthey), generatisierende gegen individualisierende (H. Rickert), nomothetische (Gesetzes-) gegen idiographische (einzelbeschreibende) Wissenschaft (W. Windelband), Realitätswissenschaft gegen Sinn- bzw. Wertwissenschaft (E. Rothacker), exakte gegen unexakte Wissenschaft. Die Sozialwissenschaften nehmen dabei eine Mittelstellung ein.
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Aschewolken, Hunger, Pest
Vulkanausbrüche haben auf der Erde immer wieder zu klimatischen Veränderungen geführt. Auch die Menschheitsgeschichte wurde dadurch mehrfach beeinflusst. Etwa im Jahr 1345, als Eruptionen in Europa für schwere Missernten sorgten. von DAVID NEUHÄUSER Im Jahr 1347 erreichte das Bakterium Yersinia pestis Europa – nicht zum ersten...
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Depressionen verändern Essensvorlieben
Depressive Menschen bevorzugen andere Lebensmittel als gesunde Menschen. Das zeigt eine Studie, die 117 Menschen mit und ohne Depressionen zu ihrer Vorliebe für bestimmte Lebensmittel befragt hat. Demnach haben Personen mit Depressionen zwar generell weniger Appetit, entwickeln dafür aber eine Vorliebe für Nahrung mit besonders...