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LEXIKON

Zunge

Anatomie
Zunge
Zunge
Zungenbereiche
1. Lingua, Glossa, wulstförmiges Greif- und Schluckorgan am Boden der Mundhöhle von Wirbeltieren, hinten am Zungenbein befestigt (nur bei Fröschen liegt die Zunge nach hinten geklappt in der Mundhöhle). Besonders lang ausgebildet ist die Zunge beim Chamäleon und bei Spechten (lange Zungenbeine). Bei den Säugetieren wird die Zunge von einem muskulösen Körper gebildet, der zum größten Teil von einer Fortsetzung der Mundhöhlenschleimhaut überzogen ist. Sie trägt auf ihrer rauen Oberseite (Zungenrücken) die Geschmackspapillen, an deren Innenseite die Geschmacksknospen, sekundäre Sinneszellen mit Schmeckhärchen, liegen. Außerdem dient die Zunge der Lautbildung, der Sprache des Menschen. Die Oberseite der Zungenwurzel geht unmittelbar in die mittlere Fläche der Gaumenbögen und Mandeln über, die Unterseite ist durch eine derbe Schleimhautfalte (Frenulum linguae, Zungenbändchen) am Zahnfleisch fixiert. Die Schleimhaut des Zungengrundes besitzt keine Papillen, ist weich und von kleineren Lymphknoten (Zungenbälge) durchsetzt, in die meist Schleimdrüsen münden. 2. Glossa (bzw. Nebenzunge, Paraglossa), paarige Teile der Mundwerkzeuge der Insekten. 3. Reibezunge der Weichtiere, Radula.
Chamäleon: Fangtechnik
Chamäleon: Fangtechnik
Eine besondere Fangtechnik hat das Chamäleon mit Hilfe einer langen, vorschnellbaren Zunge entwickelt.
Zunge: Geschmackswahrnehmung
Zunge: Geschmackswahrnehmung
Lediglich vier Geschmacksrichtungen können wir mit unserer Zunge wahrnehmen: sauer, bitter, salzig und süß. Die Geschmacksknospen für die vier Richtungen sind in Feldern auf unserer Zunge verteilt. Dort befinden sich die jeweils unterschiedlich gestalteten Geschmacksrezeptoren. Die Geschmacksrezeptoren sind echte Sinnesorgane und über Nervenausläufer mit dem Nervensystem verbunden.
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