Lexikon
Zunge
Anatomie
Zunge
Zunge
Zungenbereiche
© wissenmedia/Rita Reiser
1. Lingua, Glossa, wulstförmiges Greif- und Schluckorgan am Boden der Mundhöhle von Wirbeltieren, hinten am Zungenbein befestigt (nur bei Fröschen liegt die Zunge nach hinten geklappt in der Mundhöhle). Besonders lang ausgebildet ist die Zunge beim Chamäleon und bei Spechten (lange Zungenbeine). Bei den Säugetieren wird die Zunge von einem muskulösen Körper gebildet, der zum größten Teil von einer Fortsetzung der Mundhöhlenschleimhaut überzogen ist. Sie trägt auf ihrer rauen Oberseite (Zungenrücken) die Geschmackspapillen, an deren Innenseite die Geschmacksknospen, sekundäre Sinneszellen mit Schmeckhärchen, liegen. Außerdem dient die Zunge der Lautbildung, der Sprache des Menschen. – Die Oberseite der Zungenwurzel geht unmittelbar in die mittlere Fläche der Gaumenbögen und Mandeln über, die Unterseite ist durch eine derbe Schleimhautfalte (Frenulum linguae, Zungenbändchen) am Zahnfleisch fixiert. Die Schleimhaut des Zungengrundes besitzt keine Papillen, ist weich und von kleineren Lymphknoten (Zungenbälge) durchsetzt, in die meist Schleimdrüsen münden. – 2. Glossa (bzw. Nebenzunge, Paraglossa), paarige Teile der Mundwerkzeuge der Insekten. – 3. Reibezunge der Weichtiere, Radula.
Chamäleon: Fangtechnik
Chamäleon: Fangtechnik
Eine besondere Fangtechnik hat das Chamäleon mit Hilfe einer langen, vorschnellbaren Zunge entwickelt.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Zunge: Geschmackswahrnehmung
Zunge: Geschmackswahrnehmung
Lediglich vier Geschmacksrichtungen können wir mit unserer Zunge wahrnehmen: sauer, bitter, salzig und süß. Die Geschmacksknospen für die vier Richtungen sind in Feldern auf unserer Zunge verteilt. Dort befinden sich die jeweils unterschiedlich gestalteten Geschmacksrezeptoren. Die Geschmacksrezeptoren sind echte Sinnesorgane und über Nervenausläufer mit dem Nervensystem verbunden.
© wissenmedia
Wissenschaft
Schlafprobleme
Manchmal steckt Forschung in der Sackgasse: Alle Hypothesen, die man aus der vorhandenen Evidenz zu einem ungeklärten Problem formulieren konnte, sind durchgetestet – aber wirklich neue Erkenntnisse sind nicht hinzugekommen. Was kann man in solchen Fällen tun? Vor etwa 20 Jahren schien die Schlafforschung genau in dieser Klemme...
Wissenschaft
»Dieser Perspektivwechsel ist längst überfällig«
Julia Sacher und Jellina Prinsen erforschen, wie sich hormonelle Schwankungen auf die Herz- und Gehirngesundheit von Frauen auswirken. Das Gespräch führte ALINA WOLF Prof. Julia Sacher, hat der Menstruationszyklus einen messbaren Einfluss auf das Gehirn? Sacher: Ja. Studien zeigen, dass hormonelle Veränderungen im Zyklusverlauf...
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