Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
holen
ho|len I.
〈mit Akk.〉
1.
etwas h.
a)
(an eine Stelle, einen Ort) hingehen oder –fahren und etwas herbringen, herbeischaffen;
morgens die Zeitung h.; Wein aus dem Keller h.; bitte hol mir einen Stuhl, meinen Mantel!; dort ist nichts zu h.
〈ugs.〉
dort ist nichts zu gewinnen;
Luft h.
einatmen
b)
〈Seew.〉
herunter–, heranziehen;
ein Segel h.; ein Boot (mit dem Bootshaken) h.
2.
jmdn. h.
a)
jmdn. zu Hilfe rufen, zum Kommen veranlassen;
einen Arzt h.; die Polizei h.
b)
kommen und jmdn. mitnehmen;
der Tod hat ihn geholt
〈übertr.〉
er
ist gestorben;
die Polizei hat ihn geholt
er ist verhaftet worden;
den soll der Teufel h.!
der soll mich in Ruhe lassen!,
〈oder〉
das hätte er auf keinen Fall tun dürfen!
c)
〈in der Wendung〉
ein Kind h.
mit künstlichen Mitteln (z. B. mit der Geburtszange) zur Welt bringen
II.
〈mit Dat. (sich) u. Akk.〉
sich etwas h.
1.
sich etwas zuziehen, etwas (wider Willen) bekommen;
sich eine Erkältung h.; sich eine Abfuhr h.; eine Rüge h.
abgewiesen, gerügt werden
2.
sich etwas geben lassen;
sich (bei jmdm.) die Erlaubnis, einen Rat h.
Wissenschaft
Eine flüchtige Hülle
Wie die Erde zu ihrer ersten Atmosphäre kam. Von THORSTEN DAMBECK Gemessen an der Lebensspanne eines Menschen wirken sowohl die Sonne als auch unsere Erde wie unveränderliche Konstanten, die schon immer existiert haben. Doch vor etwa fünf Milliarden Jahren war das, was wir heute unser Sonnensystem nennen, nichts weiter als eine...
Wissenschaft
Die Planeten des Pfeilsterns
Lange haben falsche Planeten dem System von Barnards Stern einen zweifelhaften Ruf beschert. Nun melden die Astronomen dort erneut Exemplare. Sind sie real? Und wie lebensfreundlich könnten sie sein? von THORSTEN DAMBECK Falls es eines Tages Menschen gelingt, die riesigen Distanzen zu den Sternen zu überwinden, so werden sie wohl...