Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Tod
Tod 1.
Ende des Lebens, das Sterben;
ein Kind des ~es
jmd., der bald sterben wird;
jmdn. ereilt der T.; den T. finden; des ~es sein
bald sterben müssen;
das wäre sein T.; ein brutaler, gewaltsamer, grausamer, schöner T.; er hatte einen sanften T.; der schwarze/Schwarze T.
〈übertr.〉
die Pest;
der weiße/Weiße T.
〈übertr.〉
das Umkommen in einer Lawine;
dem ~e nahe sein; eines natürlichen ~es sterben; tausend ~e sterben
〈übertr.〉
sehr unruhig, erregt sein;
T. durch den Strang
〈geh.〉
Hinrichtung durch Erhängen;
Kampf auf Leben und T.; auf den T. krank sein
lebensgefährlich krank sein;
etwas auf, für den T. nicht leiden können
〈übertr., ugs.〉
etwas überhaupt nicht mögen;
T. durch Erschießen; in den T. gehen
sein Leben opfern;
jmdn. in den T. treiben; etwas mit dem ~e bezahlen, büßen; über den T. hinaus; es geht um Leben und T.
es besteht akute Lebensgefahr;
jmdn. vom ~e erretten; sich zu ~e schämen
sich sehr schämen;
zu ~e kommen
sterben;
etwas zu ~e reiten
〈übertr.〉
etwas bis zum Überdruss wiederholen;
sich zu ~e schinden
〈übertr., ugs.〉
sehr viel und hart arbeiten
2.
das Sterben als Figur (Sensenmann) gedacht;
der T. klopft an; der T. nahm ihm die Feder aus der Hand; dem T. ins Auge sehen; wie der T. aussehen
〈übertr.〉
sehr krank, ungesund aussehen;
mit dem ~e kämpfen, ringen; dem T. von der Schippe springen
〈ugs.〉
einer Lebensgefahr um ein Haar, gerade noch entrinnen;
weder T. noch Teufel fürchten
gar nichts fürchten
3.
〈übertr.〉
das Ende von etwas;
das ist der T. ihrer Freundschaft; der Kälte~ der Erde
Wissenschaft
Anders, als man denkt
„Erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt.“ Diese Formulierung stammt von Wilhelm Busch, der damit die Erwartungen des 19. Jahrhunderts poetisch auf den Punkt gebracht hat. Damals wurde Wissenschaft zum Beruf, was für den Soziologen Max Weber bedeutete, dass die Welt berechenbar und damit entzaubert wurde. Dies geschah...
Wissenschaft
Als dem Mond die Luft ausging
Als der Erdtrabant jung war, peitschten Stürme in einer heißen Atmosphäre über seine geschmolzene Oberfläche. von THORSTEN DAMBECK Die ersten Menschen auf den Mond mussten ihre Luft mitbringen: Neil Armstrong und Buzz Aldrin trugen im Juli 1969 Rucksäcke, die sie mit reinem Sauerstoff versorgten. Höchstens 6,5 Stunden hätten sie...