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So schmeckt der Mai

Mairübe und Mangold: Alles Kraut und Rüben?

Mit diesem Beitrag sind wir am Ende unserer einjährigen Serie über heimisches Saisonobst- und -gemüse angelangt. Den Zyklus beschließen zwei Rüben. Die eine dürfte allerdings weniger als solche bekannt sein, da nur ihre Blätter auf den Tisch kommen. Die andere hingegen gibt alles her, was sie zu bieten hat.

Zwischen Kohlrabi und Radieschen

Mairübe
Mairübe
Vor der Kartoffel war die Mairübe – in Europa zumindest. Wie die Knolle deckt das Wurzelgemüse einen Großteil des Eiweiß-, Mineral- und Vitaminbedarfs ab und misst im Durchschnitt etwa fünf Zentimeter an seiner breitesten Stelle. Jedoch mit dem Unterschied, dass die weißglänzende, runde Mairübe schon im Rohzustand zum Anbeißen aussieht. Vorher sollte man allerdings die nur begrenzt genießbare Schale entfernen. Üblicherweise wird die Nevette – so nennt sich die Rübe in den Tempeln der Haute Cuisine – aber gar gegessen. Ätherische Öle und Zucker verleihen ihr einen Geschmack zwischen Kohlrabi und Radieschen. Geschmackvoll sind auch die Blätter, die sich kochen oder dünsten lassen, ebenso wie die als Rübstiel bekannten Stiele.

Vom Spinat verdrängt

Mangold
Mangold

Mangold enthält viel Oxalsäure, daher sollte er nicht roh verzehrt werden, zumindest nicht in größeren Mengen. Beim Kochen nimmt der Oxalsäuregehalt ab

Weniger Verwertbares, jedoch nicht weniger Aromatisches hat der Mangold zu bieten. Obgleich ebenfalls eine Rübenart, eignen sich hier nur die – je nach Sorte – gekräuselten oder glatten Blätter für den Verzehr. Bis Anfang 1900 waren diese in Deutschland noch ein beliebtes Gemüse, doch dann kam der Spinat und der Mangold geriet ins Hintertreffen. Eigentlich seltsam: Ihm wird zwar ein ähnlicher, dennoch kräftigerer Geschmack zugeschrieben. Aber Geschmack ist eben auch Geschmackssache. In puncto Nährwerten jedenfalls steht Mangold seinem Konkurrenten in nichts nach. Er ist reich an den Vitaminen A, E und K und enthält Magnesium, Natrium und Eisen.
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Jens Ossa
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