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Sternenhimmel im Mai: Sternschnuppen und drei Planeten als Stars

Auch wenn im Mai die Nächte kürzer werden: Der Nachthimmel hat für Astronomie-Fans dennoch einiges zu bieten. So können wir Sternschnuppen vom Kometen Halley bewundern und gleich drei prominent strahlende Planeten. Unter den Sternbildern sind zurzeit fast alle Tierkreiszeichen gut am Himmel zu sehen. Ein Blick an den nächtlichen Himmel lohnt sich daher durchaus.
NPO, 03.05.2017

Staubreste des Halleyschen Kometen bescheren uns mi Mai einen Sternschnuppenregen.

NASA/W. Liller

Meteorschauer: Relikte vom Halleyschen Kometen

Zweimal im Jahr fliegt unsere Erde durch Staubreste des vermutlich bekanntesten Kometen überhaupt hindurch: des Halley'schen Kometen. Dieser eisige Brocken kehrt alle 76 Jahre in das innere Sonnensystem zurück und leuchtet dann sogar mit bloßem Auge sichtbar am Himmel. Zuletzt war er im Jahr 1986 in Erdnähe. Doch auch wenn der Komet selbst im Moment weit von uns entfernt seine Bahn zieht – Relikte seiner letzten Passage sind geblieben.

Zweimal im Jahr - im Oktober und im Mai – durchfliegt die Erde diesen Staubstrom und dies löst einen Sternschnuppenregen aus. Der Mai-Meteorschauer wird als Eta-Aquariden bezeichnet, weil die Sternschnuppen dabei aus dem Sternbild des Wassermanns zu kommen scheinen. In diesem Jahr erreicht dieser Meteorschauer am frühen Morgen des 6. Mai seinen Höhepunkt.

Dabei gibt es diesmal besonders günstige Beobachtungsbedingungen. Denn zum einen ist der 6. Mai ein Samstag, was Astronomie-Fans ausgiebige Nachtbeobachtungen erlaubt. Zum anderen ist der Mond zur besten Beobachtungszeit um vier Uhr morgens bereits untergegangen und sein Licht stört daher nicht bei der Sternschnuppen-Jagd. Astronomen schätzen, dass immerhin rund 40 Sternschnuppen pro Stunde zu sehen sein könnten – überraschende noch stärkere Ausbrüche nicht ausgeschlossen.

In der Nacht vom 7. zum 8. Mai kommen sich Mond und Jupiter zienmlich nahe. Hier ihre Position gegen 23:00 Uhr.

Stellarium

Jupiter und Venus leuchten um die Wette

Unter den Planeten sind im Mai der Gasriese Jupiter und unsere Nachbarin Venus die unangefochtenen Stars: Die Venus leuchtet wie als heller Morgenstern am östlichen Himmel. Selbst in der Morgendämmerung ist sie noch gut zu erkennen. Der Jupiter ist schon in der Abenddämmerung als hellster Lichtpunkt über dem südöstlichen Horizont zu sehen. Er leuchtet bis weit in die zweite Nachthälfte hinein im Sternbild Jungfrau und überstrahlt dabei problemlos selbst helle Sterne.

Ein besonders sehenswertes Rendezvous gibt es in der Nacht vom 7. zum 8. Mai: Jupiter und der fast volle Mond stehen nur 1,2 Grad voneinander entfernt am Himmel. Dabei erscheint der Mond fast 40 Mal größer als der Lichtpunkt des fernen Jupiter. In Wirklichkeit jedoch ist es genau umgekehrt: Der Gasriese hat einen gut 40 Mal größeren Durchmesser als der Erdmond. Nur weil dieser uns so nahe steht, erscheint er größer. 

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