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Time-Manager für den Computer

Viele Menschen versacken stundenlang vor ihrem Computer ohne es zu merken: Dabei sollte eigentlich nur ein kurzer Kommentar auf Facebook veröffentlicht oder ein Computerspiel zu Ende gebracht werden. Manchmal ist es aber auch die tägliche E-Mail-Flut, die einen vor dem Rechner festhält. Das Ergebnis ist das Gleiche: Die Zeit ist zerronnen, aber geschafft hat man nichts. Wer sich nach weniger Ablenkung sehnt und sich mehr Ordnung und Disziplin wünscht, für den gibt es hilfreiche Time-Manager und Tools, die einen bewussteren Umgang mit Internet, E-Mail und Co. ermöglichen.
wissen.de-Autorin Julia Räsch, Nov. 2012

 

Sane Box: Das Wichtigste zuerst

Mit gutem Zeit-Management kommt man stressfreier durch den Tag.
Fotolia.com/lassedesignen
Das Programm „Sane Box“ ist ein E-Mail Manager. Der Dienst räumt das virtuelle Postfach auf und sorgt für mehr Übersicht. Sane Box prüft mit Hilfe eines ausgeklügelten Algorithmus jede Mail, ob sie wichtig oder unwichtig ist. Unwichtige Nachrichten werden sofort in einem separaten Ordner abgelegt. So wird man gar nicht erst vom neuesten Mode-Newsletter abgelenkt oder erfährt es später, dass ein neues Kätzchen-Video auf YouTube veröffentlicht wurde. Doch Sane Box sortiert die E-Mails nicht nur vor. Das Tool kann auch als Time-Manager eingesetzt werden: Muss eine Mail erst später bearbeitet werden, lässt sie sich in verschiedene Wiedervorlage-Ordner (SaneTomorrow oder SaneNextWeek) verschieben. Automatisch wandert sie dann am nächsten Tag oder in der kommenden Woche wieder in den Posteingang.

 

Rescue Time: Zeitfresser entlarven

Time-Manager wie „Rescue Time“ misst genau, was wir am Rechner tun: Wie lange Mails bearbeitet, Internetseiten angesurft oder welche Computerprogramme genutzt werden. Auch die Zeit, die man nicht am Bildschirm verbringt, wird registriert. Das Ergebnis ist eine Statistik, die unbestechlich anzeigt, wo die Zeitfresser sitzen. Wer trotz dieser Erkenntnisse nicht aufhören kann ChefVille auf Facebook zu spielen, dem gibt Rescue Time die Möglichkeit, bestimmte Internetseiten zu blocken. Wem das nicht reicht, für den könnte „Concentrate“ die Lösung sein. Mit diesem Tool lassen sich nicht nur alle ablenkenden Internet-Seiten sondern auch Computerprogramme sperren, die gerade nicht gebraucht werden. Ein Nachteil des Programms: Es ist nur für MacOS erhältlich.

 

IFTTT: Automatisch Zeit sparen

Das Kürzel IFTTT steht für „If this then that“ – auf deutsch: Wenn dies, dann das. Der Webdienst hilft Usern, immer wiederkehrende Handlungen im Web zu automatisieren. Das spart auf Dauer Zeit und verhindert lästige Ablenkungen, weil man sich nicht mehr ständig in verschiedene Internetdienste einloggen muss. Zum Beispiel lässt sich einstellen: „Wenn ich ein Foto mit Instagram mache, solle es in meiner Dropbox gespeichert werden.“ Oder: „Wenn ich meinen Facebook-Status aktualisiere, soll ein Tweet über Twitter verschickt werden.“ Diese Verbindungen nennt IFTT „Rezepte“ (recipes). Mehr als 50 verschiedene Internettools lassen sich zu solchen Rezepten verknüpfen -  neben Facebook, Twitter und Dropbox auch das digitale Notizbuch Evernote, RSS-Reader und Google Calendar. Die Nutzer können selbst die Rezepte definieren oder auf freigegebene Formeln anderer User zurückgreifen.

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