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Vulkan-Katastrophen

 

Zeitbombe Vulkan
US-Geological Survey
→ Vulkanausbrüche hatten in den letzten Jahrzehnten mehr oder weniger verheerende Auswirkungen. Durch langfristige Beobachtung, Frühwarnung und Evakuierungsmaßnahmen konnten in einigen Fällen die schlimmsten Folgen abgewendet werden. So etwa beim Ausbruch des Mount St. Helens in den USA oder des Pinatubo auf den Philippinen. Unzureichende Vorsorgemaßnahmen hingegen kosteten 1985 beim Ausbruch des Nevado del Ruiz in Kolumbien 26 000 Menschenleben.

Pompeji 79 n. Chr.:

Die Katastrophe von Pompeji
Alexander Stahr
Pompeji liegt auf einer langgezogenen Anhöhe, einem erstarrten → Lavastrom des Vesuvs. Diese Lage hatte über lange Zeit einen günstigen Siedlungsraum oberhalb der sumpfigen Ebene geboten. Und so wurde Pompeji zu einer blühenden römischen Stadt mit fast 10 000 Einwohnern. Doch 79 n. Chr. ging sie unter. Der Vesuv bedeckte die Stadt und ihre Menschen mit einem Regen aus Bims und glühender → Asche. Einigen von ihnen kann man heute noch begegnen.

Der römische Politiker und Schriftsteller Plinius der Jüngere beschrieb die Geschehnisse in einem Brief an den römischen Historiker Cornelius Tacitus. Durch den Ausbruch des Vesuvs wurde die Stadt in eine dunkle Wolke gehüllt. Ein Regen aus 1-2 cm großen Bimsstücken fiel auf die Stadt nieder, und aus ihnen löste sich ein immer stärker werdender Nebel aus erstickenden Schwefelgasen. Menschen fielen zu Boden und wurden rasch von einer Schicht aus Bims und Asche bedeckt. Die meisten Menschen hatten zwar den Bimssteinniederschlag überlebt, wurden aber mehrere Stunden später von → pyroklastischen Strömen überwältigt. Ihre Leichen hinterließen Löcher in den vulkanischen Ablagerungen, die bei den Ausgrabungen mit Gips ausgegossen wurden. So wurden zusammengekrümmte Menschen wie versteinert sichtbar, die dem Besucher der Ausgrabungen heute ein dramatisches Bild vom katastrophalen Geschehen vor fast 2000 Jahren liefern.

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