Wahrig Herkunftswörterbuch
Strich
dieses Substantiv
mhd.
strich, ahd.
stri(c)h entstand als Ableitung zu einer älteren Form des Verbs streichen (→ streicheln); die Redewendung nach Strich und Faden („kräftig, gründlich“) stammt aus der Sprache des Weberhandwerks, in der Strich und Faden für die beiden sich kreuzenden Fadenrichtungen des Gewebes stehen; sind die Fäden exakt ausgerichtet, ist das Gewebe von guter Qualität; ist der Webermeister also qualitätsbewusst, so prüft er die Arbeit seiner Gesellen nach Strich und Faden, das heißt „sehr genau“; eine ähnliche Motivation liegt der Redensart jmdm. gegen den Strich gehen „jmdm. zuwider sein“ zugrunde, denn als Strich bezeichnet man auch den natürlichen Verlauf tierischer und menschlicher Haare; wenn jemandem etwas gegen den Strich geht, dann geht es ihm sozusagen gegen die Natur und löst somit ein Gefühl körperlichen Unwohlseins in ihm aus
Wissenschaft
Auf Inseln läuft das Leben langsamer
Auf Inseln ticken die Uhren anders. Diese Redensart gilt offenbar nicht nur für Menschen, sondern auch für Vögel und Säugetiere. Denn wenn diese auf Inseln leben, haben sie eine langsamere Lebensweise als ihre Verwandten auf dem Festland, wie Biologen herausgefunden haben. Demnach ist der Stoffwechsel der Inselbewohner oft...
Wissenschaft
Bei Fieber hilft Wärme
Warum warme Kleidung und Wärmflasche selbst bei hohem Fieber empfehlenswert sind, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Wenn wir Fieber bekommen, ist das ein deutliches Zeichen dafür, dass unser Immunsystem schwer damit beschäftigt ist, irgendwo im Körper einen Infekt zu bekämpfen. Denn die dabei ablaufenden biochemischen Reaktionen...