Wahrig Herkunftswörterbuch
irre
mhd.
irre, ahd.
irri geht auf germ.
*erzja– „verirrt“ zurück, auch in altengl.
irre und got.
airzeis; eine nahe Verwandtschaft mit lat.
errare „irren, verirren“ ist anzunehmen, außerdem als Quelle die idg.
Wurzel *er(ə)s– „rasen, sich schnell bewegen; ziellos umherlaufen“; aus der Ausgangsbedeutung „rasend, sich schnell bewegend“ entwickelte sich schnell die Bedeutung „zornig“, aus der dann in neuhochdeutscher Zeit „verwirrt, unberechenbar“ wurde; während das dazugehörige Substantiv Irrer
eine ähnliche Entwicklung durchlief, bezieht sich das Verb irren
noch auf die ältere Bedeutung „ziellos umherlaufen, sich verirren“; da die Bedeutung „psychotisch, verstört“ für irre erst spät aufkam, sind auch die Zusammensetzungen Irrenanstalt
und Irrenhaus
dementsprechend erst im 18. und 19. Jh. anzusiedeln; das Kompositum Irrgarten
„Labyrinth“ dagegen bezieht sich ebenso auf die ältere Bedeutung und stammt bereits aus dem 16. Jh.
Wissenschaft
Das Rätsel vom Wasser der Erde
Wann, wie und wodurch erhielt die Erde ihr Wasser? Lieferten es Planetoiden oder Kometen – oder steckte es bereits in den Urbausteinen? von FRANZISKA KONITZER Der Ursprung des Wassers auf der Erde ist umstritten.“ So beginnt ein vor Kurzem erschienener Artikel in der Fachzeitschrift Science. Darin vermuten Laurette Piani von der...
Wissenschaft
Feste Favoriten
Bislang sind Lithium-Ionen-Batterien die Arbeitspferde der Energiespeicherung. Doch diese leistungsfähigen Batterien haben auch handfeste Nachteile. Die sollen neue Technologien ausbügeln – allen voran Akkus mit einem festen Elektrolyt-Material. von RALF BUTSCHER Die Fachwelt geriet ins Staunen, als das chinesische Unternehmen...