Wahrig Herkunftswörterbuch
irre
mhd.
irre, ahd.
irri geht auf germ.
*erzja– „verirrt“ zurück, auch in altengl.
irre und got.
airzeis; eine nahe Verwandtschaft mit lat.
errare „irren, verirren“ ist anzunehmen, außerdem als Quelle die idg.
Wurzel *er(ə)s– „rasen, sich schnell bewegen; ziellos umherlaufen“; aus der Ausgangsbedeutung „rasend, sich schnell bewegend“ entwickelte sich schnell die Bedeutung „zornig“, aus der dann in neuhochdeutscher Zeit „verwirrt, unberechenbar“ wurde; während das dazugehörige Substantiv Irrer
eine ähnliche Entwicklung durchlief, bezieht sich das Verb irren
noch auf die ältere Bedeutung „ziellos umherlaufen, sich verirren“; da die Bedeutung „psychotisch, verstört“ für irre erst spät aufkam, sind auch die Zusammensetzungen Irrenanstalt
und Irrenhaus
dementsprechend erst im 18. und 19. Jh. anzusiedeln; das Kompositum Irrgarten
„Labyrinth“ dagegen bezieht sich ebenso auf die ältere Bedeutung und stammt bereits aus dem 16. Jh.
Wissenschaft
Winzlinge am Werk
Nahrungsmittel, Medikamente und Impfstoffe lassen sich durch lebendige Organismen herstellen. Neue Techniken ermöglichen jetzt eine effiziente Bio-produktion in großem Stil. von MARTINA REHNERT Ein guter Tag beginnt mit einem guten Frühstück: frische Brötchen, Brot, Joghurt … Für Fitness-Bewusste gibt es einen Proteinshake, Käse...
Wissenschaft
Umleitung für Licht und Lärm
Tarnkappen und Tarnmäntel gehören eigentlich ins Reich von Märchen und Science-Fiction-Geschichten. Doch mit sogenannten Metamaterialien lassen sie sich tatsächlich realisieren. Und die künstlich geschaffenen Werkstoffe ermöglichen noch mehr bizarre Effekte. von REINHARD BREUER Der Begriff „meta“ ist griechisch und bedeutet „...