Wahrig Herkunftswörterbuch

prüfen: Prüfstein
Grundlage des deutschen Wortes prüfen ist das
lat.
Verb probare, das ins Deutsche über das
altfrz.
prover gelangte. Der
lat.
Ursprung probare bedeutet „als gut erkennen, billigen“, und er findet sich auch in einer Vielzahl anderer deutscher Wörter, die noch eher als Lehnwörter erkennbar sind, so z. B. Probe, probat, probieren und Approbation. Ein Prüfstein, den man früher auch Probierstein nannte, wird benutzt, um den Feingehalt von Gold und Silberlegierungen zu prüfen. Auf einem solchen kleinen schwarzen Stein aus hartem, geschliffenem Lydit (das auch Radiolarit oder Kieselschiefer genannt wird) reibt man das Probestück, bis ein metallischer Strich zurückbleibt. Durch den Vergleich dieses Strichs mit anderen, von unterschiedlich reinen Edelmetallnadeln stammenden Strichen ermittelt man den Edelmetallgehalt. Heutzutage weitaus bekannter als der reale Hintergrund ist der übertragene Gebrauch des Wortes in der Wendung ein Prüfstein für etwas sein „ein Maßstab für die Qualität einer Sache oder eines Menschen sein“, die seit dem 16. Jahrhundert belegt ist.
Wissenschaft

Flugsaurier: Zu Fuß zum Erfolg

Wie lebten Pterosaurier, wenn sie nicht in der Luft unterwegs waren? Diese Frage beleuchtet nun eine Untersuchung der Hände und Füße zahlreicher Arten aus der gesamten Entwicklungsgeschichte der Flugechsen. Die Ergebnisse verdeutlichen, dass die frühen Vertreter noch an das Klettern in Bäumen angepasst waren, während spätere...

Gehirn, Schlaf
Wissenschaft

Die Müllabfuhr im Kopf

Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon