Lexikon
Jịddisch
westgermanische Schwestersprache des Deutschen; entstanden im 10./11. Jahrhundert in den osteuropäischen jüdischen Gemeinden auf der Grundlage mittel- und oberdeutscher Mundarten; enthält zahlreiche hebräische Elemente; man unterscheidet zwischen dem Westjiddischen, das bis zum 18. Jahrhundert durch die deutsche Sprache geprägt war und dem Ostjiddischen, das stärker slawische Elemente enthält. Ab Mitte des 18. Jahrhunderts Entwicklung zu einer eigenständigen Literatursprache. Durch Auswanderungen, besonders nach Amerika, weit verbreitet.
Wissenschaft
Wie kam Saturn zu seinen Ringen?
Zum Missionsende raste die Raumsonde Cassini immer enger um den Gasplaneten. Dabei gelangen die genauesten Messungen des prächtigen Ringsystems. von THORSTEN DAMBECK Es waren die letzten Minuten der Raumsonde Cassini, als sie wie geplant in die Gashülle Saturns eintauchte: An diesem 15. September 2017 kündigte sich das Ende 1900...
Wissenschaft
Knochen belegen Gewalt-Kannibalismus im Magdalénien
Menschliche Überreste aus der Maszycka-Höhle in Polen zeugen davon, wie Gesellschaften in Mitteleuropa in der Altsteinzeit lebten und wie sie ihre Toten bestatteten. Spuren an diesen Knochen deuten darauf hin, dass die Körper der Verstorbenen systematisch zerlegt wurden – bis aufs Knochenmark, wie neue Analysen ergaben. Die Funde...