Lexikon

Pthos

[
das; griechisch, „Leid“, „Leidenschaft“
]
starke Gefühlsbewegung, feierliche Ergriffenheit, zur Schau getragenes Gefühl; Adjektiv: pathetisch. Von der Antike (Aristoteles) bis zum 18. Jahrhundert ein Element der Rhetorik, das eine starke Gemütserregung hervorrufen, z. B. durch die Darstellung schweren Leids, und damit das Publikum überzeugen bzw. seine Katharsis befördern soll. Im 18. Jahrhundert (Schiller, Lessing) ein ästhetisches Konzept, das die moralische und sittliche Freiheit des Menschen zum Ausdruck bringen will, indem es seinen Widerstand gegen die Gewalt der Gefühle zeigt. Im heutigen Sprachgebrauch meist in der negativen Bedeutung von unechtem, unglaubwürdigem oder überzogenem Gefühlsausdruck verwendet („falsches Pathos“, „hohles Pathos“).
Frau, Balance, Yoga
Wissenschaft

Die Rolle der Faszien

Lange waren die zum Bindegewebe gehörenden Faszien in Deutschland nur in der Alternativmedizin ein Thema. Anders als im anglo-amerikanischen Raum, blieb die hiesige Schulmedizin distanziert. Doch das hat sich geändert – durch neue profunde Studien. von ROLF HEßBRÜGGE Für Medizinstudenten im Präparierkurs waren Faszien früher nur...

Galaxienhaufen, erosita
Wissenschaft

Fehlende Materie entdeckt

Seit Jahrzehnten fahnden Astrophysiker nach Atomen im Universum, die theoretisch existieren müssen, bislang aber unauffindbar geblieben sind. Beobachtungen mit dem Röntgenteleskop eROSITA haben das Rätsel wohl gelöst. von THOMAS BÜHRKE Das Weltbild hat im vergangenen Jahrzehnt mit dem Standardmodell der Kosmologie eine...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch