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Artist/in oder Clown

Manege frei! Eintauchen in eine Welt ohne Schwerkraft, sich bezaubern lassen von waghalsiger Akrobatik, faszinierender Zauberei oder Jonglage, abenteuerlicher Fakir-Kunst und den Witzen der Clowns: Artisten nehmen ein Publikum mit in fantastische Welten, die auf harter Arbeit beruhen.

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Mythos Cirkus

“In seinen besten Leistungen stellt der Circus absolute Schönheit dar, Schönheit um ihrer selbst willen, ohne jede ästhetische oder ideelle Begründung. In der unablässigen Bewährung liegt das Ethos der Circusarbeit. In diesem hohen Grad von erreichter Leichtigkeit und Vollendung spürt man ihre Seele. So hat einst Carl Zuckmayer beschrieben, was ein Artisten-Dasein im Zirkus bedeuten kann. Die berufliche Realität, die der Zuschauer nicht während der Vorstellung genießen kann, fällt eher weniger poetisch aus: Die Arbeit der Artisten ist eine ernste und mit wirklich hartem Training verbunden, das meist schon in der Kindheit anfängt. Bei einigen Akrobaten steht nicht selten das Leben auf dem Spiel. Die perfekte Beherrschung einer Kunst hat deshalb oberste Priorität. Wegen dieser geradezu asketischen Lebensform ist es auch bei fahrenden Artisten grundfalsch, sie mit unsolidem, vagabundenhaftem Leben zu assoziieren, auch wenn sie die ganze Saison über unterwegs sind, in Wohnwagen leben, moderne Nomaden, ewig Reisende sind.

Die Bezeichnung “Artist ist der Oberbegriff für Vertreter einer Vielzahl artistischer Disziplinen: Es gibt verschiedenartige Clowns, Akrobaten (Trapez- und Seilkünstler), Dompteure oder Tierlehrer, Fakire, Jongleure und Zauberer, um nur die wichtigsten zu nennen. Klar unterschieden werden muss auch zwischen den Hobbykünstlern, die ihre Fähigkeiten auf Galas und Festen präsentieren, und den professionellen Artisten. Diese müssen ihre Kunst ernsthaft erlernen, was nicht möglich ist, ohne sich auf einem bestimmten Gebiet zu spezialisieren. Die Pressesprecherin des Circus Krone, Susanne Matzenau, vergleicht die Wege der Künstler, die bei Krone engagiert werden, mit den von professionellen Musikern oder Sportlern: “Viele beginnen mit zehn bis zwölf Jahren mit der Ausbildung, trainieren mit 14 zirka fünf bis sechs Stunden am Tag und haben mit 18 schließlich ihr Manegedebüt.

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BW Bildung und Wissen Verlag, Nürnberg 2002
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