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Berufsfachschule: Geschichte, Stellung und Besonderheiten

Viele Berufsfachschulen und Bildungsgänge haben eine bis ins 19. Jahrhundert und weiter zurück reichende Tradition. Sie entstanden zu verschiedenen Zeitpunkten, aufgrund spezifischer regionaler Bedürfnisse und für verschiedene Zielgruppen. Heute ist die Berufsfachschule im deutschen Bildungssystem fest etabliert.

Stellung und Entwicklung der Berufsfachschulen heute

Voll qualifizierende Berufsfachschulen, in manchen Ländern auch Berufskollegs genannt, sind unterhalb der (Fach-)Hochschulebene angesiedelt. Sie stellen im deutschen Berufsbildungssystem eine Alternative zum dualen System der Lehre, der Ausbildung im öffentlichen Dienst und den bundesweiten Schulen im Gesundheitswesen dar.

Die Schülerzahlen der Berufsfachschulen wachsen stetig an. Im Schuljahr 1999/2000 waren es rund 391.000 Schülerinnen und Schüler. Dabei hat vor allem die voll qualifizierende Berufsfachschule regen Zulauf. Von 1990 bis 1999 verdoppelte sich die Zahl der Schüler und Schülerinnen, die dort einen Beruf erlernten, sie stieg von 75.378 auf 154.206. Der Frauenanteil beträgt hier rund 80 Prozent.

Die beruflichen Anforderungen in Wirtschaft, Forschung und Verwaltung entwickeln sich weiter. Parallel dazu entstehen in privaten und öffentlichen Berufsfachschulen neue Berufsbilder. Wegen der Kulturhoheit entstehen in den Ländern jedoch häufig Ausbildungen für ähnliche Tätigkeitsprofile nebeneinander mit fast gleichen oder unterschiedlichen Berufsbezeichnungen. Solange diese Berufe auf einzelne Regionen oder Bundesländer begrenzt bleiben und ihre wesentlichen Merkmale nicht länderübergreifend abgestimmt werden und die Abschlüsse vergleichbar sind, bleibt auch ihre Marktakzeptanz gering.

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