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Wie sind die »Exequien« aufgebaut?
Den Auftakt der dreiteiligen »Musikalischen Exequien« bildet ein »Concert in Form einer teutschen Begräbnis-Missa«, das sich aus einem Introitus und einem deutschen Kyrie zusammensetzt, in das die Verse der Sarginschriften des Fürsten integriert sind. Vor allem der Wechsel von solistischen und chorischen Abschnitten, bei denen der Chor die Erbarmensrufe und die Solisten die Sarginschriften übernehmen, erinnert an die mittelalterliche Tradition des Tropierens (Einschieben von Texten in ein vorgegebenes Stück).
Der Mittelteil ist dem Text der Leichenpredigt gewidmet und zeigt sich in seiner streng doppelchörigen Anlage (zwei vierstimmige Chöre) der venezianischen Mehrchörigkeit verpflichtet, wobei Schütz neben der Klanglichkeit besondere Aufmerksamkeit auf das Verhältnis von Wort und Ton legt. Jeder Ausruf »Herr!« wird mit einer langen Note vertont und durch die anschließende Pause als Ausrufezeichen verstärkt.
Den Abschluss der »Exequien« bildet der Gesang des Simeon: »Herr, nun lässest du deinen Diener in Frieden fahren.« Der vollstimmigen Capella mit dem Haupttext wird ein dreistimmiges Soloensemble gegenübergestellt, das, in der Ferne postiert, die Seligpreisung »Selig sind die Toten, die im Herren sterben« als Vision des Paradieses vorträgt.
»Wir werden an Grenzen stoßen«
Müssen wir auch in Deutschland vor dem Wasser zurückweichen? Langfristig schon, glaubt Michael Kleyer. Der emeritierte Professor für Naturschutz und Landschafts planung von der Universität Oldenburg beschäftigt sich seit Langem mit der Klimaanpassung von Küsten. Das Gespräch führte STEVE PRZYBILLA Professor Kleyer, wie gefährdet...
Sport pusht unser Gehirn auch noch am Folgetag
Bewegung ist gut für Körper und Geist. Da die positive Wirkung jedoch nicht lange anhält, müssen wir regelmäßig Sport treiben, um uns fit zu halten, so die gängige Annahme. Doch zumindest der Boost-Effekt, den Bewegung auf unser Gehirn und Gedächtnis hat, hält länger an als gedacht: rund 24 Stunden, wie eine neue Studie zeigt....