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Die surrende Zukunft

Ein Fahrzeug, das über einen elektrischen Antrieb verfügt, wird als Elektroauto bezeichnet. Die Definition klingt simpel, doch was genau ist mit der Formulierung gemeint? Welche Geschichte hat das Elektroauto? Welche Vor- und Nachteile sind mit ihm verbunden? Und welche Perspektiven ergeben sich für die Zukunft?

von Dr. Kai U. Jürgens

Die Geschichte

Der elektromotorische Antrieb, der Strom in Bewegung umsetzt, ist spätestens seit 1837/38 bekannt. Nachdem Werner von Siemens 1861 mit dem stromerzeugenden Generator das notwendige Gegenstück zum Patent angemeldet hatte, stand einer breiten Anwendung der neuen Technologie nichts mehr im Weg. Bereits 1881 wurde ein dreirädriges Automobil vorgestellt, das über einen Elektroantrieb verfügte; weitere Modelle folgten rasch. Nicht alle setzten dabei aber auf einen Akku zur nötigen Stromversorgung. So bezog die deutsche "Elektromote" ihre Energie aus einem Stromabnehmer – und präsentierte sich damit 1882 als erster Oberleitungsbus der Welt. Nachfolgend hatten Elektroautos gegenüber den Dampf- und Benzinfahrzeugen deutlich die Nase vorn. So wurde 1898 nicht nur der erste Geschwindigkeitsrekord im Bereich der Landfahrzeuge mit einem Elektroauto errungen, sondern auch übertroffen – am 29. April 1899 fuhr das französische Elektrofahrzeug "La Jamais Contente" erstmals über 100 Stundenkilometer schnell.

Als Höhepunkt bei der Verbreitung von Elektroautos gilt das Jahr 1912; danach gewannen Benziner die Oberhand. Auf Jahrzehnte waren Elektrofahrzeuge exotische Außenseiter, die nur in schmalen Nischen eine Zeitlang überleben konnten – wie bei der Milchzustellung in Großbritannien oder bei der Briefpost in Berlin. Hier punktete die Technik nicht zuletzt mit ihrer geringen Betriebslautstärke.

 

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