Meeresspiegel könnte bis zu 80 Zentimeter steigen
Dem vierten Weltklimabericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses zum Klimawandel (Intergovernmental Panel on Climate Change – IPCC) liegen umfangreiche Messreihen und hunderte von Modellrechnungen sowie Computermodelle zugrunde. Weltweit haben knapp 600 Autoren von führenden Forschungsinstituten mitgewirkt. Die Experten kommen in ihren Auswertungen zu dem Schluss, dass bis zum Jahr 2100 mit einer Erhöhung der Durchschnittstemperatur zwischen 1,1 und 6,4 Grad Celsius zu rechnen ist. Der Meeresspiegel könnte in diesem Zeitraum um 18 bis 59 Zentimeter ansteigen.
Geht das schnelle Abschmelzen des Polareises in unvermindertem Tempo weiter, könnten weitere zehn bis zwanzig Zentimeter dazu kommen.
Mensch verantwortlich für Klimawandel
Verantwortung für die Folgen der globalen Erwärmung trage vor allem der Mensch, heißt es in der 21-seitigen Kurzfassung des Berichts. Die beobachteten Veränderungen in der Atmosphäre und den Weltmeeren seien ohne äußere Einwirkungen nicht zu erklären. Das beträfe auch das Schmelzen von Packeis.
Selbst wenn die Konzentration der Treibhausgase stabilisiert werden könne, werde die Erderwärmung noch hunderte Jahre weitergehen, prognostizieren die führenden Klimaforscher. Ein Gegensteuern sei dennoch unbedingt notwendig, um die Folgen nicht noch zu verschlimmern, so die Autoren. Mit dem Weltklimabericht ist eine Datenbasis geschaffen, die für die Verhandlungen zur Fortführung des 2012 auslaufenden Kyoto-Protokolls von entscheidender Bedeutung sein dürfte.
Zur englischsprachigen Kurzfassung des Berichts: www.ipcc.ch


