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Grüne Woche Berlin: Kleines Glück in Häppchen

Sie ist ein Wochenmarkt der Superlative und gilt als „größte Schlemmermeile der Welt“ – die Internationale Grüne Woche in Berlin. Aussteller aus über 60 Ländern präsentieren in 26 Messehallen rund 100.000 nationale und regionale Spezialitäten und Dienstleistungen. Von 18. bis 27. Januar 2013 können sich Besucher bei der weltweit größten Ausstellung für Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau auf eine kulinarische Weltreise begeben.
von Michael Fischer/ Monika Wittmann, wissen.de-Redaktion, Januar 2013

Häppchen und Unterhaltung

Die Niederlande sind das Partnerland der Internationalen Grünen Woche 2013.
Internationale Grüne Woche
Auch abgesehen vom Kulinarischen gibt es auf den 115.000 Quadratmetern Grüne Woche in Berlin jede Menge zu entdecken: Gartentechnik, Haushaltsgeräte, Heim- und Stalltiere, mehr als 35.000 Blüten und rund 20 Showbühnen... Sicher, es geht auch ums Geschäft, denn nur die Probehappen und das Begleitprogramm sind kostenfrei. Bei allem anderen wird zur Kasse gebeten. Und günstiger als auf dem heimischen Wochenmarkt oder im gut sortierten Einzelhandel ist es unterm Funkturm meist nicht. Dafür allerdings vielfältiger und größer.

 

Partnerland Niederlande

Die deutschen Bundesländer zeigen Landestypisches von Weißwurst bis Matjes, von Kölsch bis Bocksbeutel. Auf den Besucher warten zahlreiche Themeninseln und kleine Sonderausstellungen wie der proBier-Markt mit einer Schau des Deutschen Brauerbundes, Weine aus aller Welt, Fisch, Kräuter, Gewürze oder Tee. Partnerland der Grünen Woche sind in diesem Jahr die Niederlande. Eine Wissensinsel informiert über die landwirtschaftliche Produktion im Nachbarland und Deutschlands größtem Importeur von Lebensmitteln. Natürlich können die Besucher auch ein Stück Holland mit nach Hause nehmen - vom Käse bis zur Schnittblume.

In der Halle der Italiener stehen u. a. herrlich duftende Wurst- und Käseberge, Österreich lockt mit einer Vielzahl an Winzern. Und Russland zeigt mit über 6.000 Quadratmetern erneut die größte Länderbeteiligung.

 

Die großen und die kleinen Tiere 

Tierisch geht es zu in Halle 1.2 a. Vom Dog Dancing bis zum afrikanischen Grabfrosch ist hier alles rund um die Heimtierwelt vertreten. In Halle 25 grunzt und quiekt, meckert und brüllt es. Die Tierschau ist als riesiger begehbarer Stall gestaltet.

Rapspflanzen, Honigbienen und Milchwirtschaft sind unter anderem das Thema in Halle 3.2 – dem „ErlebnisBauernhof". Vom nervösen Treiben scheinbar unbeeindruckt, stehen dort etwa „Kühe bei der Öffentlichkeitsarbeit“ in einer Ecke und kauen still vor sich hin.

 

Kulinarisch-energetische Oasen 

Bio-Suppen, -Snacks oder -Weine genießt man in Halle 6.2 a. Dass es in Halle 4.2 nach frisch geschlagenem Holz riecht, liegt an einem der Schwerpunkte: „Multitalent Holz“. Gleich nebenan in Halle 5.2a präsentiert sich die „nature.tec“: eine Fachschau für Bioenergie und nachwachsende Rohstoffe. In jedem Fall eine Ausstellung, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlässt.

Fazit: Die Grüne Woche lädt dazu ein, in wenigen Stunden einmal quer durch die Welt zu reisen - von A wie Afghanistan bis V wie Vietnam. Während draußen der deutsche Winter herrscht, scheint drinnen die kulinarische Sonne bis in den Abend. Und das häppchenweise.

 

Öffnungszeiten: 10.00 - 18.00 Uhr, Samstag, 19.1., und Freitag/ Samstag, 25./26.1., bis 20.00 Uhr. Die Tageskarte kostet 13 Euro, die Gruppenkarte 11 Euro. Ermäßigten Eintritt gibt es für Schüler und Stundenten (9 Euro; Schulklassen zahlen je Schüler 4 Euro). Die Familienkarte ist für 26 Euro zu haben. Die Happy Hour Karte gilt ab 14 Uhr und kostet 9 Euro, das Sonntags-Ticket 10 Euro. Für die Dauerkarte muss man 42 Euro berappen.

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