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Kulturhauptstädte Europas

Wie alles begann

“Wir Europäer sprechen immer nur von Kartoffeln und Tomaten. Wann beschäftigen wir uns endlich einmal mit Skulpturen und Sonaten?“, hatte die auch als Schauspielerin bekannte griechische Kulturministerin Melina Mercouri vor Jahrzehnten gefordert. Ihrer Initiative von 1983 ist es zu verdanken, dass das Europäische Parlaments und der Europäische Rates dem Projekt “Kulturhauptstadt“ zustimmten. Seit 1985, als erstmals Athen für ein Jahr europäische Kulturhauptstadt war, wird jedes Jahr eine europäische Stadt zur Kulturhauptstadt gekürt. Zu dem illustren Kreis zählen bisher Florenz (1986), Amsterdam (1987), Berlin (1988), Paris (1989), Glasgow (1990), Dublin (1991), Madrid (1992), Antwerpen (1993), Lissabon (1994), Luxemburg (1995), Kopenhagen (1996), Thessaloniki (1997), Stockholm (1998), Weimar (1999), Avignon, Bergen, Bologna, Brüssel, Helsinki, Krakau, Prag, Reykjavik und Santiago de Compostela (2000), Rotterdam und Porto (2001), Brügge und Salamanca (2002).

Euros für die europäische Kultur

Es lohnt sich, Kulturhauptstadt Europas zu sein - nicht allein weil die öffentliche Aufmerksamkeit gesichert ist und zahlende Besucher erwartet werden können. Auch aus EU-Töpfen fließen die Euros: zwischen 200 000 und einer Million.

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