Lexikon
Ạsien
[ assyrisch açu, Sonnenaufgang]
Erforschung
Der asiatische Kontinent wurde von Europa aus wohl zunächst durch phönizische Seefahrer erforscht, die als Erste eine engere Verbindung zwischen der Mittelmeerkultur und dem westlichen Asien herstellten. Vom 7. Jh. v. Chr. an wurden durch griechischen Kolonisten in Kleinasien weitere Einzelheiten bekannt. Die Feldzüge Alexanders des Großen brachten im 4. Jh. v. Chr. eine starke Erweiterung der Kenntnisse. Aber noch im Kartenwerk des Ptolemäus (2. Jh. n. Chr.), das bis ins MA grundlegend blieb, war von Nordasien nichts, von Zentral- und Ostasien nur wenig bekannt, und selbst über Indien bestanden nur unklare Vorstellungen. Die Araber erweiterten zwar die Kenntnisse über Asien beachtlich, doch erhielt Europa erst spät von diesem Wissen Kunde. Im 13. Jh. kam es mit der Errichtung des Mongolenreichs zu einer ersten unmittelbaren Berührung zwischen Europa und dem Fernen Osten. Reisende, wie Marco Polo (in China von 1271–1295), schilderten dem staunenden Abendland den Glanz bisher unbekannter Kulturen. Ein entscheidender Fortschritt trat erst ein, als durch Vasco da Gama 1497/98 der Seeweg von Europa nach Indien entdeckt wurde. Mit dem seit dem ausgehenden 16. Jh. beginnenden russischen Vorstoß nach Sibirien (J. Timofejew 1580; S. I. Deschnew umfuhr 1648 das Ostkap Asiens, V. Bering entdeckte 1728 die Beringstraße) kam auch der bis dahin fast unbekannte N des Erdteils deutlicher in den europäischen Gesichtskreis. Am spätesten, mit Beginn des 19. Jh., wurde Innerasien in die Erforschung einbezogen (A. von Humboldt 1829, Gebr. Schlagintweit 1855/56, N. Prschewalskij 1870–1885, F. von Richthofen 1868–1872, S. Hedin durch vier Reisen zwischen 1894 und 1935, W. Filchner 1900–1938).
Wissenschaft
Sieg über Rheuma in Reichweite
Hinter dem Begriff Rheuma stecken verschiedene Erkrankungen, von denen viele durch ein Fehlverhalten des körpereigenen Immunsystems ausgelöst werden. Sie lassen sich immer besser behandeln. von RAINER KURLEMANN Die klassische Rheumaerkrankung beginnt mit Schmerzen. Meistens bemerkt ein Patient die Entzündung zunächst durch...
Wissenschaft
Nacht-Beleuchtung verhärtet Insektenfutter
Der ökologische Schaden von künstlicher Nacht-Beleuchtung kann vielschichtig sein, verdeutlicht eine Studie: Im nächtlichen Licht von Straßenlaternen entwickeln Bäume demnach vergleichsweise harte Blätter, die von Insekten offenbar weniger gefressen werden. Dieser Effekt könnte die Grundlage der Nahrungskette in...
Mehr Artikel zu diesem Thema
Weitere Artikel aus dem Kalender
Weitere Artikel aus der Wissensbibliothek
Weitere Lexikon Artikel
Weitere Artikel aus dem Großes Wörterbuch der deutschen Sprache
Weitere Artikel auf wissenschaft.de
News der Woche 04.10.2024
RNA macht Raupenfrauen
»Ein Großteil der Moore ist renaturierbar«
Der Start ins Leben
Schritt zurück nach vorn
Fernsehen im Kopf