Lexikon
Ạsien
[ assyrisch açu, Sonnenaufgang]
Pflanzen- und Tierwelt
Die Pflanzenwelt entspricht den verschiedenen Klimazonen, doch ist in weiten Gebieten infolge der uralten Besiedlung die ursprüngliche Vegetation stark verändert oder vernichtet worden. Vom Malaiischen Archipel bis nach Sri Lanka und Indien ist tropischer Regenwald von großer Üppigkeit und Artenfülle verbreitet. Erst in Höhen von 2000 m und mehr geht der Regenwald in Nebelwald über, der in noch höheren Lagen von Krummholz und Matten abgelöst wird. Laub abwerfende Monsunwälder finden sich in den monsuntropischen Landstrichen. In den regenarmen Gebieten dieses Bereichs herrschen Savannen vor. In Ostasien sind teilweise noch prachtvolle Laub- und Mischwälder mit großem Artenreichtum erhalten. Der Westen Kleinasiens wird durch Mittelmeervegetation bestimmt. Der asiatische Trockengürtel ist durch Steppen, Halbwüsten und Wüsten gekennzeichnet; Kamele, Wildesel, Antilopen, Wölfe, Nagetiere und Steppenvögel bilden die Tierwelt dieser trockenen Gebiete. In Sibirien dehnt sich das größte Waldgebiet der Erde, die Taiga, aus, in der im versumpften Westen Birken, im Übrigen aber Nadelwälder vorherrschen; Hirsche, Elche und Pelztiere haben in diesen Wäldern noch eine weite Verbreitung. Im nördlichsten Streifen von Asien wachsen Zwergsträucher, Flechten und Moose der Tundra, in der Rentier, Lemming, Schneehase, Eisfuchs und Vielfraß leben.
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