Lexikon

sien

[ assyrisch açu, Sonnenaufgang]

Natur

Fast 1/4 der Gesamtfläche entfällt auf die subkontinentalen Halbinseln (Arabien, Indien) und Inseln. Nur 1/4 des Kontinents besteht aus Tiefland, über 1/6 liegt mehr als 2000 m ü. M. Ausgesprochener Tieflandcharakter herrscht vor allem im westlichen Sibirien. Zwischen alten Tafelländern im Süden (Arabien, Dekan) und der sibirischen Masse im Norden liegen tertiäre Faltengebirge, die gleichzeitig mit dem europäischen Alpenkörper entstanden sind. Sie schließen die meist abflusslosen Hochländer von Anatolien und Iran ein, scharen sich in mächtigen Gebirgsknoten (Armenien, Hochland von Pamir), erreichen ihre größte Höhe im Himalaya und biegen, durch tiefe Talschluchten voneinander getrennt, über Hinterindien nach Süden um; in Indonesien sind sie z. T. vom Meer überflutet. Tertiär sind auch die japanischen Inselbögen bis Kamtschatka. Der Himalaya, paläozoische Faltengebirge (Tian Shan, Altai) und die Schollen der sibirischen Masse (Khangai-, Jablonowyj- und Sajanisches Gebirge) schließen die innerasiatischen Hochländer (Tibet, Dsungarei) mit ihren Steppen und Wüsten (Tarimbecken, Gobi) ein. Asien ist häufig Schauplatz schwerer Naturkatastrophen (Erdbeben, Überschwemmungen, Vulkanausbrüche, Taifune), die vor allem im Süden und Osten des Kontinents auftreten.
  1. Einleitung
  2. Natur
  3. Gewässer
  4. Klima
  5. Pflanzen- und Tierwelt
  6. Bevölkerung
  7. Wirtschaft
  8. Verkehr
  9. Erforschung
  10. Geschichte
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