Lexikon
Augustịnus
Innerlichkeit und Gotteserkenntnis
Ähnlich wie später R. Descartes gelangt Augustinus aus der Erfahrung des Zweifels zur Selbstgewissheit des inneren Lebens. Abkehr von der Sinnenwelt eröffne die Innerlichkeit als den Ort im Menschen, von dem aus die Erkenntnis der ewigen Ideen und letztlich Gottes möglich werde. Zentral hierfür wird der Begriff der memoria („Gedächtnis“), die alle äußere und innere Erfahrung zu Bewusstseinsinhalten vergeistige von denen aus die Selbst- und Gotteserkenntnis in Form einer Aufstiegsbewegung der Seele möglich sei. Erleuchtung durch die Präsenz Gottes im menschlichen Denken ermögliche schließlich die Teilhabe an den ewigen Wahrheiten (Illuminationslehre). Der Weg zu Gott durch Askese und philosophische Einsicht gelinge jedoch nur wenigen Menschen, die Mehrheit müsse den Weg des Glaubens an die biblische Wahrheit einschlagen.
- Einleitung
- Christlicher Neuplatonismus
- Innerlichkeit und Gotteserkenntnis
- Theologie der Gnade und die Bürgerschaft Gottes
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