Lexikon

Augustịnus

Christlicher Neuplatonismus

Augustinus Wendung zum Christentum war begleitet von der Lektüre neuplatonischer Schriften (vermutlich besonders Plotin und Porphyrios). Obwohl heidnischen Ursprungs sah er im Neuplatonismus eine mit der christlichen Gotteslehre vereinbare Philosophie. Dies galt besonders für die Vorstellung eines rein geistigen, nicht-materiellen Gottes und für die Zweiweltenlehre, die ein eigenes Reich unveränderlicher Ideen annimmt, welche als Formen Ursache der sinnlichen Gegenstände seien. Philosophie wurde für Augustinus zum Instrument, das rationale Einsicht in christliche Glaubensinhalte ermöglicht. Sie ist insofern Anleitung zum Glauben, der jedoch, trotz enger innerer Verbindung von Philosophie und Theologie, grundlegend für die Erkenntnis bleibe („glaube, um zu erkennen“).
  1. Einleitung
  2. Christlicher Neuplatonismus
  3. Innerlichkeit und Gotteserkenntnis
  4. Theologie der Gnade und die Bürgerschaft Gottes
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