Lexikon
befristeter Arbeitsvertrag
ein Arbeitsvertrag, der nur für eine bestimmte Dauer abgeschlossen wird. Die rechtliche Zulässigkeit von befristeten Arbeitsverträgen ist für Kettenarbeitsverträge problematisch. Auch sonstige befristete Arbeitsverträge dürfen nicht mit dem Ziel der Umgehung der zwingenden Regeln des Kündigungsschutzgesetzes abgeschlossen werden (Kündigungsschutz). Das ist dann der Fall, wenn es keinen sachlichen Grund für die Befristung des Arbeitsvertrages gibt. Im Falle einer solchen Umgehung von gesetzlichen Vorschriften wird der befristete Arbeitsvertrag in einen unbefristeten Arbeitsvertrag mit entsprechenden Folgen (Anwendung des Kündigungsschutzgesetzes) umgedeutet. Vom 1. 5. 1985 bis zum 31. 12. 2000 waren befristete Arbeitsverträge nach dem Beschäftigungsförderungsgesetz 1985/1990 innerhalb eines Zeitraums von 2 Jahren auch ohne sachlichen Grund möglich. Seit 1. 1. 2001 regelt die sog. erleichterte Befristung das Gesetz über Teilzeitarbeit und befristete Arbeitsverträge. Danach kann bei einer Neueinstellung eine sachgrundlose Befristung für die Dauer von bis zu 2 Jahren abgeschlossen werden. Nach § 14 des Gesetzes ist außerdem eine Befristung eines Arbeitsvertrages zulässig, wenn sie durch einen sachlichen Grund gerechtfertigt ist. Das ist z. B. der Fall, wenn der betriebliche Bedarf an der Arbeitsleistung nur vorübergehend besteht, die Befristung im Anschluss an eine Ausbildung oder ein Studium erfolgt, der Arbeitnehmer zur Vertretung eines anderen Arbeitnehmers beschäftigt wird, die Eigenart der Arbeitsleistung die Befristung rechtfertigt.
Wissenschaft
Früher Fokus oder breite Bildung? Wie Menschen Spitzenleistungen erzielen
Die brillantesten Köpfe stechen selten schon in jungem Alter heraus. Wer bereits in früher Jugend als Wunderkind galt, gehört als Erwachsener meist nicht mehr zu den Besten seines Faches. Eine Studie zeigt nun, wie sich Exzellenz in verschiedenen Altersklassen entwickelt. Junge Ausnahmetalente – sei es in Sport, Musik oder...
Wissenschaft
Ein Hügel für Attila?
Um den 30 Meter hohen Schlossberg von Udine ranken sich Legenden. Natürlich entstanden oder von Menschen gemacht, das war die Frage. Bis vor Kurzem. von KLAUS-DIETER LINSMEIER Als Attila im Jahr 452 den Norden Italiens heimsuchte, ließ er die Stadt Aquileia niederbrennen. Damit der als „Geißel Gottes“ gefürchtete Hunnenkönig den...