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LEXIKON

Blutdruck

der in dem arteriellen Teil des Blutgefäßsystems herrschende Druck. Er wird durch die Herztätigkeit erzeugt und ist abhängig von der aus dem Herzen ausgetriebenen Blutmenge, von der Elastizität der Gefäße und von dem Strömungswiderstand der Arteriolen und Kapillaren. In diesen Gefäßen sinkt der Blutdruck auf 1/100 des Aortendrucks ab. Der Blutdruck wird meist an der Arterie des Oberarms mit dem Blutdruckapparat (Sphygmomanometer nach dem italienischen Arzt S. Riva-Rocci) gemessen, bestehend aus einer undehnbaren Manschette mit Gummischlauch und daran angeschlossenem Manometer. Moderne Messgeräte mit elektronischer Blutdruckmessung am Oberarm oder am Handgelenk sind für die regelmäßige Blutdruckkontrolle zu Hause geeignet. Gemessen und angegeben wird der Blutdruck in mmHg (Millimeter Quecksilbersäule) oder Kilopascal (kPa). Dabei ist 1 kPa = 7,5 mmHg ( = 10 mbar [Millibar]). Ein als 150/100 mmHg angegebener Blutdruck entspricht danach 20/13 kPa (200/133 mbar).
Die beiden Zahlen bedeuten den systolischen Druck (während der Herzzusammenziehung) und den niedrigeren diastolischen Druck (zwischen zwei Herzkontraktionen); Normalwerte sind für den Menschen in Ruhe systolisch: 100 mmHg bis 140 mmHg und diastolisch: 60 mmHg bis 90 mmHg.
Der Blutdruck ist keine feste Größe, sondern steigt bei körperlicher Anstrengung, Angst und Aufregung an und sinkt im Schlaf ab. Auch mit dem Alter nimmt der Blutdruck zu. Eine ernst zu nehmende Krankheit ist chronisch erhöhter Blutdruck (Bluthochdruck).
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