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LEXIKON

Cão

[
kãu
]
Cam oder Camus
Diego, portugiesischer Seefahrer,  um 1486; entdeckte auf seiner ersten Reise 1482/83 die Kongomündung und erreichte 1485 als südlichsten Punkt Kap Cross nördlich der Swakopmündung.
Portugiesen am Kongo
Portugiesen am Kongo
Ein Bericht aus Portugal über die Entdeckungsfahrt an den Kongo 1484 belegt den Vorrang wirtschaftlicher Motive vor den immer wieder geäußerten Idealen einer Christianisierung der Welt durch die europäische Expansion:

"Nach Alfons' V. Tod [1481] übernahm Johann II. die Herrschaft des Königreiches, der nach Heranziehung erfahrenster Mathematiker den Entschluss fasste, vom Atlantischen Ozean in den Osten vorzudringen und den Handel mit den Schätzen des Glücklichen Arabiens und den Reichtümern der Küsten Indiens zu fördern. Er vertraute daher dem Jacobus Cao, einem tugendfesten Mann, Schiffe an und befahl im Jahre 1484, über die von Alphons erreichten äußersten Grenzen hinauszufahren und Christi Namen zu den barbarischen Völkern zu tragen. Jener gelangte zu dem ungeheuren Flusse Zairis [Kongo], der von den Quellen des Nils entspringt
und mit gewaltig vermehrtem Wasserschwall und Ansturm das süße Wasser durch das salzige des Ozeans auf 80 Meilen hinwälzt, was die Seefahrer zu ihrer Freude durch Schöpfen wahrnehmen.
Er überwand die Gegenströmung des Flusses und sah die heidnischen schwarzhäutigen Äthiopier, die in ihren Sitten und in ihrer Gesittung gutartig sind und die er durch kleine Geschenke mit fröhlichen Mienen aufs Schiff brachte. sie bewegten sich sicher und ohne Furcht, und er behandelte sie gut und konnte von ihnen durch Zeichengebung erfahren, dass sie ein sehr mächtiger König beherrsche, der weit im Inneren in einer über den Fluss erreichbaren Königstadt residiere.
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