Lexikon

chinesische Musik

Öffnung nach Westen

Nach Maos Tod befreite die „Politik der offenen Tür“ auch die Künste aus ihrer Isolation und führte zu einer Verschmelzung mit westlichen Stilen und Techniken sowie zum Einzug der Rock- und Popmusik. Angesichts der seit den 1980er Jahren zunehmenden Repressalien sind heute jedoch viele chinesische Musiker im Ausland tätig. Vertreter der jüngeren Generation sind Li Taixiang (* 1941) in Taiwan, die Komponistin Lam Bunching (* 1954), die in New York lebt, und Guo Wenjing (* 1956), dessen Werke in der traditonellen sischen Musik wurzeln. Tan Dun (* 1957) und Qu Xiaosong (* 1952) gehören zu den wichtigsten Wegbereitern der Neuen Musik und streben eine Synthese aus traditionellen und modernen Stilelementen an. Der Dialog zwischen westlicher und östlicher Musiksprache spiegelt sich in den Werken von Ye Xiaogang (* 1955), des Messiaen-Schülers Chen Qigang (* 1951) und der Komponistin Chen Yi (* 1953). Ma Sicong (* 1912,  1987) organisierte Chinas erstes Symphonieorchester, musste aber 1967 in die USA emigrieren. Daneben gibt es Spezialensembles zur Pfege der traditionellen Musik.
Inzwischen hat sich auch eine eigene Rockmusik entwickelt. Als „Vater des chinessischen Rocks“ gilt allgemein Cui Jian, der auch politisch aktiv ist und 1988 die Band „Ado“ gründete; weitere Vertreter sind He Yong, die Heavy-Metal-Band „Tang-Dynastie“ und die Frauenband „Cobra“.
  1. Einleitung
  2. Mythische Ursprünge und Tonsystem
  3. Philosophische und kultische Bedeutung
  4. Musikalischer Kulturaustausch
  5. Neue Kunstformen: Tanz und Oper
  6. Mao und die Kulturrevolution
  7. Öffnung nach Westen
Text
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