Lexikon
Gẹntechnik
GentechnologieAnwendungsgebiete
In der Medizin werden gentechnische Methoden und Produkte für diagnostische und therapeutische Zwecke eingesetzt (rote Gentechnik). Zahlreiche pharmazeutische Produkte, wie Insulin, Erythropoietin, Blutgerinnungsfaktor VIII und Interferon werden gentechnisch hergestellt; ebenso Impfstoffe, Enzyme und Inhibitoren. Mit Methoden der Gentherapie wird versucht, Erbkrankheiten zu behandeln. Die Transplantationsmedizin setzt große Erwartungen in das therapeutische Klonen. In der Landwirtschaft wird die Gentechnik hauptsächlich zur Entwicklung verbesserter Nutzpflanzen eingesetzt (grüne Gentechnik) mit dem Ziel, Pflanzen mit höherer Resistenz gegen Krankheitserreger, Fraßschädlinge, Unkrautvertilger sowie ungünstige Umweltbedingungen herzustellen. Andere Bemühungen richten sich auf eine Steigerung der Erträge, des Nährwerts, der Haltbarkeit und ein erweitertes Spektrum von Inhaltsstoffen. In der Tierproduktion werden gentechnisch erzeugte Stoffe, wie das Rinder-Wachstums-Hormon BST, zur Verbesserung der Fleisch- und Milcherträge eingesetzt. Im Umweltschutz werden gentechnisch veränderte Mikroorganismen zum Abbau umweltschädlicher Stoffe (Ölpest) herangezogen.
Wissenschaft
„Urpferd“ war gar kein Pferd
Eine Stammbaumanalyse mithilfe von Fossilien liefert überraschende neue Einblicke in die Evolution von Pferden und verwandten Huftieren vor rund 55 Millionen Jahren. Demnach war das bislang als „Urpferd“ geltende Hyracotherium nicht so eng mit Pferden verwandt wie gedacht. Zudem zeigte sich, dass der älteste gemeinsame Vorfahre...
Wissenschaft
Ein Erdbeben änderte einst den Verlauf des Ganges
Gewaltige Erschütterungen prägten einst einen mächtigen Strom Asiens: Vor 2500 Jahren hat ein schweres Erdbeben abrupt den Hauptkanal des Ganges im heutigen Bangladesch verlagert, geht aus einer Studie hervor. Dies war wohl mit weiträumigen Überflutungen in der Deltaregion verbunden. Ein erneutes Ereignis dieser Art würde sich in...