Lexikon
Glaube
Philosophie
im Gegensatz zum Wissen ein Fürwahrhalten ohne die unmittelbare Möglichkeit einer (wissenschaftlichen) Beweisführung oder Überprüfung. Insbesondere die englische Sprache unterscheidet den theoretischen Glauben (belief), dass etwas in einer bestimmten Weise ist, vom religiösen Glauben an etwas (faith). – Für Platon ist der Glaube wie das Meinen die Vorstufe des philosophischen und begründeten Wissens. Dieser Gedanke einer Stufenfolge von Gewissheiten weicht in der Tradition des christlichen Denkens einer scharfen Trennung von Wissen und Glauben, wobei dem Glauben übernatürliche Einsichten zugeschrieben werden. Nach I. Kant ist der Glaube ein subjektiv zureichendes, aber objektiv unzureichendes Fürwahrhalten. In der Kritik des Empirismus, insbesondere durch D. Hume, werden auch die angeblich naturwissenschaftlichen Gewissheiten, z. B. das Kausalitätsgesetz, als auf Gewohnheit beruhende Glaubenssätze aufgefasst. Die moderne Wissenschaftstheorie versucht, den Glauben als Bereitschaft zu bestimmten Handlungen (im Hinblick auf den Glauben) zu deuten.
Wissenschaft
Gläserne Federn fürs Ohr zum Allaus reinem Glas
Forscher entwickeln einen neuen Detektor für Gravitationswellen – das Einstein-Teleskop. Sein Kernstück sind Sensoren aus purem Glas. von ANDREAS THOSS und PASCAL BIRCKIGT Gravitationswellen sind bizarre Erscheinungen: periodische Verzerrungen von Raum und Zeit, die mit Lichtgeschwindigkeit das Weltall durchziehen – ausgelöst...
Wissenschaft
Immer schön eins nach dem anderen
Warum Multitasking meist nicht zu einer höheren Produktivität führt, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. „Multitasking“, die gleichzeitige Arbeit an zwei oder mehr Aufgaben, ist in aller Munde, verspricht die Methode doch, wertvolle Zeit zu sparen. Doch das ist ein Trugschluss. Unser Gehirn ist darauf angelegt, zu erledigende...