Lexikon
Glaube
Philosophie
im Gegensatz zum Wissen ein Fürwahrhalten ohne die unmittelbare Möglichkeit einer (wissenschaftlichen) Beweisführung oder Überprüfung. Insbesondere die englische Sprache unterscheidet den theoretischen Glauben (belief), dass etwas in einer bestimmten Weise ist, vom religiösen Glauben an etwas (faith). – Für Platon ist der Glaube wie das Meinen die Vorstufe des philosophischen und begründeten Wissens. Dieser Gedanke einer Stufenfolge von Gewissheiten weicht in der Tradition des christlichen Denkens einer scharfen Trennung von Wissen und Glauben, wobei dem Glauben übernatürliche Einsichten zugeschrieben werden. Nach I. Kant ist der Glaube ein subjektiv zureichendes, aber objektiv unzureichendes Fürwahrhalten. In der Kritik des Empirismus, insbesondere durch D. Hume, werden auch die angeblich naturwissenschaftlichen Gewissheiten, z. B. das Kausalitätsgesetz, als auf Gewohnheit beruhende Glaubenssätze aufgefasst. Die moderne Wissenschaftstheorie versucht, den Glauben als Bereitschaft zu bestimmten Handlungen (im Hinblick auf den Glauben) zu deuten.
Wissenschaft
Wer es hat zuerst gerochen…
Aliens sind nervig. Tut uns leid, aber das muss mal gesagt werden. Und ja, Mr. Spock, Alf, E.T. und die anderen außerirdischen Wesen, die wir aus dem Fernsehen kennen, mögen nett sein. Aber sie sind halt auch erfunden. In echt haben wir noch kein einziges Alien entdeckt, nicht einmal irgendeinen außerirdischen Einzeller, bei dem...
Wissenschaft
Schwebende Atome als Magnetsensoren
Ein Raster aus 270 Rubidium-Atomen, gefangen in optischen Pinzetten, dient als Magnetometer mit einer einzigartigen räumlichen Auflösung. von DIRK EIDEMÜLLER Als der Nobelpreis für Physik des Jahres 1997 vergeben wurde, vermochten sich vermutlich weder die Preisträger noch die Jury vorzustellen, wozu die preisgekrönte Arbeit...