Lexikon

Großbritannien und Nordirland

Die Entwicklung bis zum Ausgang des Mittelalters

Die normannische Herrschaft organisierte sich in Form einer Lehnshierarchie, die in einem umfassenden Grundkataster, dem Domesday Book (1086), festgeschrieben wurde. Heinrich II. Plantagenet (Anjou-Plantagenet; 11541189) zwang Wales, Schottland und Irland, seine Oberlehnshoheit anzuerkennen, und setzte seine Erbansprüche in Frankreich durch. Unter seinen Söhnen Richard I. Löwenherz und Johann ohne Land ging der französische Festlandbesitz wieder verloren. Diese Schwächung des Königtums benutzte der Adel, dem König 1215 die Magna Charta aufzuzwingen, in der die ständischen Rechte verbrieft wurden. Aus den Ständeversammlungen des 13. Jahrhunderts ging das englische Parlament hervor. Eduard III. erhob beim Aussterben der französischen Kapetinger 1328 gegenüber den Valois Ansprüche auf den französischen Thron. Dies führte zum Hundertjährigen Krieg (mit Unterbrechungen 13381453) zwischen Franzosen und Engländern. Als Richard II. seit 1397 immer selbstherrlicher regierte, wurde er von Heinrich IV. aus dem Haus Lancaster abgesetzt.
Die zunehmende Schwäche des Königtums begünstigte den Ausbruch der Rosenkriege (14551485) zwischen dem Haus Lancaster (Wappen: rote Rose) u. dem Haus York (Wappen: weiße Rose). Sie führten 1485 zur Inthronisierung von Heinrich VII. aus dem Hause Tudor.
  1. Einleitung
  2. Natur und Klima
    1. Stufenland und Becken
    2. Mittelgebirge
    3. Ozeanisches Klima
  3. Bevölkerung
  4. Bildung
  5. Staat und Politik
  6. Wirtschaft und Verkehr
    1. Landwirtschaft, Bergbau, Industrie
    2. Dienstleistungen und Tourismus
    3. Dichtes Verkehrsnetz
  7. Geschichte
    1. Römische Herrschaft und Kleinkönigreiche
    2. Die Entwicklung bis zum Ausgang des Mittelalters
    3. Tudors und Stuarts
    4. Die Dynastie Hannover und der Aufstieg zur Weltmacht
    5. 1. und 2. Weltkrieg
    6. Die Entwicklung seit 1945
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