Lexikon
Großbritannien und Nordirland
Mittelgebirge
Die flachwellige Landschaft des südlichen England wird im Norden und Westen von abgerundeten Mittelgebirgen überragt. Die Penninen durchqueren Nordengland von Norden nach Süden auf einer Länge von 220 km. Ein weiteres englisches Mittelgebirge sind die Cumbrian Mountains im Lake District mit dem höchsten Berg Englands, dem Scafell Pike (978 m). Im Südwesten liegt mit dem Dartmoor ein durchschnittlich über 460 m hohes, von Heiden eingenommenes Granitgebirge sowie das 300 m hohe, aus Sandsteinplateaus aufgebaute Exmoor. Ihnen schließt sich im Westen die aus Granitmassiven aufgebaute Cornwall-Halbinsel an.
Die Cambrian Mountains nehmen etwa zwei Drittel der Fläche von Wales ein; ihr höchster Berg ist der Snowdon (1085 m). Das walisische Tiefland besteht in erster Linie aus den schmalen Küstenebenen und breiten Tälern an den Unterläufen der Flüsse.
In Schottland unterscheidet man drei Großlandschaften: die Hochländer (Highlands) und die Inseln, das mittelschottische Tiefland (Central Lowlands) und das südschottische Bergland (Southern Uplands). Das tiefe Tal des Glen More teilt die Highlands in das nordschottische Bergland (Northwest Highlands) und das Grampiangebirge (Grampian Mountains). Mit einer Höhe von 1343 m ist das Massiv des Ben Nevis in den Grampian Mountains die höchste Erhebung des Vereinigten Königreichs.
Auch Nordirland ist überwiegend aus Berg- und Hügelländern aufgebaut, die von zahlreichen Meeresarmen und Seen durchbrochen werden, u. a. vom Lough Neagh, dem größten See des Vereinigten Königreichs. Die höchste Erhebung Nordirlands ist der Slieve Donard (852 m).
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