Lexikon
Großbritannien und Nordirland
Bevölkerung
Die Bevölkerung konzentriert sich vor allem in den mittelenglischen, schottischen und südwalisischen Industriegebieten sowie im Londoner Becken, wo über 7 Mio. Briten leben. Dünn besiedelt sind die Hochländer von Wales und Schottland sowie die Inseln.
Der Großteil der britischen Bevölkerung gehört der anglikanischen und presbyterianischen Kirche (Church of England bzw. Church of Scotland) an. In Nordirland sind 35% der Bevölkerung Katholiken. Ihre soziale Benachteiligung führte ab Ende der 1960er Jahre zu gewalttätigen Auseinandersetzungen zwischen Katholiken und Protestanten.
84% der britischen Bevölkerung sind Engländer, 9% Schotten, 4% Waliser und 3% Nordiren. Die englische Sprache hat die alten keltischen Idiome fast ganz verdrängt. Allerdings sprechen noch circa 600 000 Waliser Kymrisch und etwa 60 000 Schotten Gälisch. Das früher in Cornwall weit verbreitete Cornisch ist nahezu ausgestorben (noch rund 3500 Sprecher); in Nordirland sprechen circa 20 000 Menschen Irisch.
In den 1950er Jahren setzte eine starke Zuwanderung aus den Commonwealth-Staaten ein. Die meisten Einwanderer stammten vom indischen Subkontinent und aus der Karibik. In den 1960er Jahren schränkte die Regierung den Zuzug ein. Heute stammen etwa 8% der Bevölkerung aus den ehemaligen Kolonien, davon sind die meisten Muslime oder Hindus; die Hälfte von ihnen ist in Großbritannien geboren. Das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen gestaltet sich teilweise schwierig. So kam es 2001 in mehreren englischen Städten zu Rassenunruhen.
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