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LEXIKON

Infektin

[
lateinisch
]
das Eindringen pflanzlicher oder tierischer Krankheitserreger in den Körper durch Berührung (Kontaktinfektion), Mund (Schmier- und Nahrungsinfektion), Einatmung (Inhalationsinfektion, Tröpfcheninfektion), Insektenstiche, Wunden (Wundinfektion) u. a. Der Körper ist ursprünglich gegen viele Erreger abwehrbereit, so dass es nicht zum Krankheitsausbruch kommt (latente, stumme Infektion) oder nur zu leichten, uncharakteristischen Erscheinungen (abortive Infektion). Ist diese Abwehrbereitschaft jedoch nicht vorhanden oder gestört, so vermehren sich die Erreger im Organismus und führen zu körperlichen Reaktionen, die sich als Infektionskrankheit äußern. Die Zeit, die vom Eindringen der Erreger bis zum ersten Auftreten der Krankheitszeichen verstreicht, ist für jede Krankheit von charakteristischer Dauer (Inkubationszeit). Gegenmaßnahmen gegen Infektionen sind: 1. Schutzimpfungen zur Erhöhung der Abwehrkräfte des Körpers gegen die Infektionskrankheiten; 2. Beseitigung der Infektionsquellen durch Isolierung der Kranken und durch Desinfektion. Diese Maßnahmen sind z. T. gesetzlich vorgeschrieben und werden durch die Gesundheitsämter veranlasst und überwacht.
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