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LEXIKON

Inen

[
Plural, Singular das Ion; griechisch, „Wandernde“
]
elektrisch geladene Atome oder Moleküle, die dadurch entstehen, dass elektrisch neutrale Atome oder Moleküle Elektronen aufnehmen oder abgeben. Dementsprechend sind sie negativ geladen (Anionen) und wandern in einem elektrischen Feld zur Anode, oder sie sind positiv geladen (Kationen) und bewegen sich im elektrischen Feld zur Kathode. Nach der Zahl der überschüssigen oder fehlenden Elektronen unterscheidet man einfach oder mehrfach positiv oder negativ geladene Ionen und kennzeichnet diesen Zustand durch eine entsprechende hochgestellte Ziffer und Plus- oder Minuszeichen rechts neben dem chemischen Symbol (z. B. Na+, SO42-). Die Abgabe von Elektronen (Ionisation) erfordert Energie (Ionisationsenergie), um die Bindungskräfte, die vom Atomkern ausgehen, zu überwinden.
Ionen treten bei der elektrolytischen Dissoziation auf, doch sind auch bereits die Kristalle der Elektrolyte aus Ionen aufgebaut. Gase können durch Einwirkung von Wärme, radioaktiven Strahlen, Röntgenstrahlen, ultraviolettem Licht ionisiert und dadurch zu elektrischen Leitern werden (Ionisation).
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