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LEXIKON

slam

[auch Isˈla:m; der; arabisch, Ergebung]

Die heiligen Schriften

Oberstes heiliges Buch und Hauptquelle des islamischen Rechts ist der Koran, der die gesammelten Offenbarungen Allahs an Mohammed enthält. Gemäß dem Glauben der Muslime sind diese Offenbarungen die Wiedergabe einer im Himmel befindlichen Urschrift, der auch die Tora der Juden und die Evangelien der Christen entstammen, was die Gemeinsamkeiten dieser drei Religionen erklärt. Der Koran ist Lehr- und Gesetzbuch in einem; seine Verse befassen sich zum größten Teil mit ethischen Werten, mit Gott und seinen Eigenschaften, den Propheten und Gesandten sowie der gesamten Schöpfung; konkrete Vorschriften finden sich nur in geringem Umfang.
Neben dem Koran dient die Sunna als verbindliche Richtschnur für das religiös-soziale Leben der Muslime. Sie enthält Überlieferungen von Äußerungen, Entscheidungen und Handlungen des Propheten sowie seiner Genossen. Diese Überlieferungen heißen Hadith (arab. „Erzählung, Bericht“); die Summe der Hadithe bildet die Sunna (arab. „Brauch“).
  1. Einleitung
  2. Die zentralen Glaubensgrundsätze
  3. Die heiligen Schriften
  4. Zwei Hauptrichtungen: Sunniten und Schiiten
  5. Der Islam in der Welt
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