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LEXIKON

slam

[auch Isˈla:m; der; arabisch, Ergebung]

Die zentralen Glaubensgrundsätze

Der Islam ist monotheistisch und kennt nur die unbedingte Ergebung in den Willen Allahs, der als der einzige Gott und Schöpfer aller Dinge sowie Herrscher über die Welt verehrt wird. Der im Zustand der Reinheit und Unschuld geborene Mensch ist selbst für seinen Glauben und seine Taten verantwortlich. Er kann sich aber durch Reue und Umkehr von Sünden reinigen und so Gnade bei Gott finden. Durch den Tod wird die Seele vom Körper geschieden, anschließend wird sie einem göttlichen Zwischengericht zugeführt. Nach islamischer Überzeugung gibt es am Ende der Zeiten ein göttliches Endgericht, das über das geistige Weiterleben entscheidet. Das Jenseits wird in einen Zustand der Gottferne (Hölle) und einen Zustand der Gottnähe (Paradies) eingeteilt. Wer für die Ausbreitung des Islams stirbt, kommt unmittelbar in das Paradies.
Die religiösen Glaubenssätze und Pflichten sind genau festgelegt; zu ihnen gehören die „fünf Pfeiler“: 1. Glaubensbekenntnis: Es gibt keinen Gott außer Allah, und Mohammed ist sein Prophet; 2. Gebet: die Sunniten fünfmal, die Schiiten dreimal am Tag, kniend auf öffentlichen Anruf hin, in ritueller Reinheit; 3. Almosengeben; 4. Fasten: dreißigtägiges Fasten im Monat Ramadan von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang; 5. Wallfahrt nach Mekka (Hadsch): mindestens einmal im Leben. Zu den Verboten zählt u. a. der Genuss von Alkohol und Schweinefleisch. Als die beiden Hauptfeste gelten der „kleine“ und der „große“ Bairam. Ersterer beendet als „Fest des Fastenbrechens“ den Ramadan, Letzterer wird als „Opferfest“ von den Nicht-Mekka-Pilgern zu Hause mit der Opferung eines Schafs gefeiert.
Dehli: Moslems beim Gebet
Moslems beim Gebet
Moslems beim Gebet in der oberen Galerie der Hauptmoschee in Dehli.
  1. Einleitung
  2. Die zentralen Glaubensgrundsätze
  3. Die heiligen Schriften
  4. Zwei Hauptrichtungen: Sunniten und Schiiten
  5. Der Islam in der Welt
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